Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Article
- Die Arbeit des Keren Hajessod
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 269 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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der Abzahlung dieser Verpflichtungen. Auf diese Weise beteiligte sich der KH in indirekter Weise am Bau von 88 Häusern in Herzlia und 54 Häusern in Balfouria und Afuleh. Die Schulden der Siedler in diesen drei Kolonien für die Häuser, welche die Amzic für sie gekauft hat, betragen insgesamt zirka 49.000 Pfund. Der KH hat also auch an diese/n Plätzen bei der Ansiedlung von Hunderten von Familien de& Mittelstandes geholfen. Der KH hat bisher 194.270 Pfund in die Amzic investiert; hievon wurden in Amerika aus den Mitteln des United Palestine Appeal 107.360 Pfund an Banken und andere Kreditoren bezahlt. Außerdem hat sich der KH verpflichtet, die Hypotheken der Amzic bis Ende 1934 im Betrage von zirka 114.300 Pfund abzulösen. Demgegenüber hat sich der Keren Kajemeth verpflichtet, in den Jahren 1933/35 zirka 88.000 Pfund für die Böden der Amzic im Emek, d. h. für ein Gebiet von 20.000 Dunam, das auf seinen Namen übergeht, zu bezahlen. Auf der Leitung der Jewish Agency sowie auf dem KH lastet ferner eine Bürde von Schulden. Das legt man uns zur Last. Aber mit dem Betrag der Anleihen, die wir aufzunehmen genötigt waren, haben wir Siedlungspunkte erbaut, Werke geschaffen, wir haben Baugelder vorgeschossen, in der Gewißheit, daß das Volk für das, was wir ihm und seiner Zukunft errichten, bezahlen wird. Fragen der landwirtschaftlichen Kolonisation Von Dr. Arthur Ruppin, Jerusalem. Vorb. d. Red. Nachstehender Artikel unseres geschätzten Mitarbeiters erschien in „Boustn'ai" Nr. 11. Wir reproduzieren ihn wegen seiner besonderen Aktualität und prinzipiellen Wichtigkeit. In der zionistischen Oeffentlichkeit wird jetzt im Zusammenhang mit dem Aufschwung der Privatinitiative und insbesondere der Ausdehnung des Orangenanbaues vielfach die Auffassung vertreten, daß die Siedlungstätigkeit der Zionistischen Organisation viel bessere Resultate erzielt hätte, wenn sie von Anfang an nicht die „gemischte Wirtschaft", wie sie im Emek Jesreel eingeführt wurde, sondern die Pflanzung von Orangen in der Küstenzone zun} Ziel gehabt hätte. Unter diesem Gesichtspunkt wird an unserer Siedl ungstätigkeit heftige Kritik geübt. Da über diese Fragen eine größere zionistische Oeffentlichkeit nur unzureichende Einzelkenntnisse hat, scheint es uns angebracht, die Siedlungstätigkeit, die vor zwölf Jahren begonnen wurde, einmal systematisch im Lichte der geschichtlichen und wirtschaftlichen Tatsachen zu untersuchen. Als ein 'Beispiel einer ^derartigen Kritik bietet sich ein Artikel von Dr. A. Granovsky, einem leitenden Beamten des KKL, dar, der in Nr. 4/5 der Zeitschrift „Palestine and Near East" veröffentlicht wurde. Da er die weitverbreiteten Einwendungen zusammenfassend formuliert, soll seine Darlegung weiter unten mehrfach als Anknüpfungspunkt benützt werden. 1. Mißverständliche Auffassung vom Wesen der gemischten Wirtschaft. Man spricht häufig von den zionistischen 'Nachkriegssiedlungen als von Siedlungen, die „auf der Basis des Getreidebaues" errichtet sind, und