Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1932)
- Date
- 1932-08-01
- Page
- 1 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2379786-2379900-2379905--13826-2395938- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XV. Jahrg. August—September 1932 Nr. 8/9 Die Aufgaben der Privatinitiative in der Häifa-Bay. Von DipL-Ing. Joseph Loewy5 Haifa. Vorb. d. Red. Wir lassen alle Richtungen zu Worte kommen, ohne uns mit einer speziellen zu identifizieren. In Palästina tobt zurzeit auf breiter Front ein Kampf zwischen privater und nationaler Initiative. Ganze Parteien haben sich auf das eine oder das andere Programm eingeschworen. Es lohnt sich schon deshalb bei einem Artikel, der das eine dieser Schlagworte im Titel führt, ein wenig tiefer zu schürfen, und es wird sich bald herausstellen, daß sich hinter diesen Schlagworten ganz andere, viel primitivere Dinge verbergen. Was heißt eigentlich „nationale Initiative"? Ist Tel-Aviv, eine Gruppenleistung von 50.000 jüdischen Individuen, keine nationale Initiative? Ist die Arbeit der Gesellschaft Zur Schalom, das heißt, zirka 500 transylvanische Juden, die sich miteinander zu einer Genossenschaft verbunden haben, um ein Stück des Haifabay-Bodens zu entwickeln, keine nationale Initiative? Nach palästinensischer Terminologie nicht. Darnach sind nationale Initiativen nur solche Unternehmungen, die von den nationalen Fonds, dem Keren Hajessod und dem Keren Kajemeth, ganz oder im wesentlichen finanziert werden. Neuerdings beginnt man lauch die Tätigkeit der Palestine Economic Corporation dazu zu rechnen, aber zum Beispiel die Arbeit der „Pica" ist keine nationale Initiative. Der Ausdruck „national" ist also in Pacht genommen von denjenigen