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Palästina · 1932-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1932) · p. Seite 216

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Journal
Palästina
Volume
15 (1932)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1932)
Article
Die Propaganda für den Orangenabsatz [Nachricht]
Date
1932-05-01
Page
Seite 216 (sequence 2)
Language
German
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die Abgabe nicht auf die exportierte Kiste, sondern den angepflanzten Dunam zu legen. (Das würde die Juden stärker belasten. Anm. d. Red.) Die Regierung kann sich nicht entscheiden und blieb schon zwei Jahre in dieser Sache untätig. Die Organisation der Orangenpflanzung. In „Hadar" Nr. 3/4 spricht Ing. Tolkowsky über die Organisation der Zitrusindustrie (siehe dazu unsere Mitteilungen Heft 3/4, S. 122). Die erste Genossenschaft „Pardess" wurde 1900 von der JCA zwecks Organisierung des Exportes gegründet. Heute hat sie 250 Mitglieder und 18.000 Dunam, sie verschiffte diese Saison 740.000 Kisten. Sie hat das Verdienst, den deutschen Markt gewonnen zu haben. Im Jahre 1924 wurde in Petach Tikwah eine neue Genossenschaft „Hachaklai" gegründet. Diese erlaubte ihren Mitgliedern, anfangs der Saison einen Teil der Früchte an legale Händler zu verkaufen. Gegenwärtig entstehen neue Genossenschaften^ auch die Araber haben 1931 eine kleine gegründet. Pardess und Hachaklai werden in nächster Saison 20 bis 25 Prozent der gesamten Ernte des Landes kontrollieren. Der Rest wird von den einzelnen Verschiffungsfirmen verkauft, unter denen die bedeutendste die Jaffa Fruit Company Ltd. ist, welche heuer 200.000 Kisten versendet hat. Zwecks Zusammenarbeit zwischen Pflanzern und Verschiffern wurde 1920 „The Executive Committee of Jaffa Orange Grovers and Shippers" gebildet. Doch die Unruhen und politischen Spannungen erschwerten ihre Wirksamkeit, so daß die jüdischen Schiffer allein nach den Unruhen 1929 die „Jaffa Citrus Exchange" gründeten, zum Abschluß von Kontrakten mit den Schiffahrtsgesellschaffcen, Führung der Propaganda usw. Die Erfolge dieser Einrichtung verursachte, daß der jüdische Farmerbund eine eigene Sektion der Zitruspflanzer bildete, welche wissenschaftliche Untersuchungen finanziert, ihren Mitgliedern fachlichen Rat gewährt usw. Die Regierung hat die Fruchtinspektion eingeführt und einen Beirat eingesetzt. So werden von allen Seiten die Fragen dieser wichtigen Produktion bearbeitet. Die Finanzierung der Orangenpflanzung. Im selben Heft von „Hadar" wird auch über dieses Thema gesprochen. Das Pflanzen von Orangen sollte als gesunder Geschäftszweig in systematischer Weise finanziert werden. Bisher ist das nicht der Fall gewesen. Hie und da hat die APB Kredite gewährt, ebenso die Zentralbank für Kooperativen. Dagegen gibt es reichlichen Kredit für die Finanzierung der Ernte. „Pardess" und „Hachaklei", diese beiden großen alten Genossenschaften, erhalten von den lokalen Banken so viel Kredit, als sie brauchen. Sie laufen meist ab April und werden in der Exportsaison sukzessive zurückgezahlt. Die jüngeren Genossenschaften in jüdischen Kolonien stehen me,ist unter Patronanz der lokalen Leihgenossenschaften. Die einzelnen Pflanzer dagegen, die nicht organisiert sind, finden schwer Kredit* Viel leichter erhalten sie ihn von Händlern, welche ihre Ernten zu kaufen wünschen, wodurch sie aber schon im Vorhinein Bindungen auf sich nehmen. Diese Händler werden ihrerseits von Banken finanziert, denen sie Sicherheiten geben. Während der Verschiffungszeit finden aber die einzelnen Verlader leicht Kredit, namentlich durch die Importeure im Ausland, die gegen Verschiffungspapiere ihn durch palästinensische Banken anweisen. Die Gesamtfläche der jüdischen Zitruspflanzungen. Der jüdische Farmerbund

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