Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1932)
- Article
- Der Jahresbericht der Departements für Zölle, Steuern und Handel für 1931
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 185 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2379786-2379900-2379904-2395260--13548-2395551- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
OCR text
Die Tabak ernte in den letzten Jahren war (inkl. Tombak) in Kilogramm: 1927 : 546.742; 1928: 341.836; 1929: 1,193.944; 1930: 957.955. Die Ueberproduktion jhatte eine Preissenkung zur Folge. Der stärkste Tabakanbau findet siqh in den Distrikten Safed und Akko. Allgemeine Lage. Infolge der Weltkrise, insbesondere jener in USA, haben die Geldzuflüsse eine beträchtliche Abnahme erfahren. Wegen der erhöhten Einfuhrzölle ist das im Lande erzeugte Getreide mehr in den heimischen Konsum übergegangen als früher. Doch mußten trotzdem wegen der geringeren Ernte die Importe aus den Nachbarländern erhöht werden, während die Exporte sanken. Die Getreidepreise fielen. Infolge der erhöhtenJ Zölle in Aegypten nahm der Export dorthin um 30 Prozent ab. Orangen werden überhaupt keine mehr dorthin exportiert. Nach dem Sturze des Pfundes im letzten Quartal stiegen die Preise aller Artikel und damit die Lebenskosten, aber die Industrie erhielt einen Anreiz und der Handel mit Ländern mit Sterling-Währung nimmt zu. In Jerusalem, Tel-Aviv, Haifa, gab es eine größere Bautätigkeit. Der Halen von Haifa. Der Hauptdamm wurde 1931 vollendet und ist 220.5 Meter lang. Man erwartet, daß der Hafen im Juli 1933 fertig gebaut sein wird. Industrie. Der Wert der exportierten Fabrikate war im Jahre 1931: 374.165 gegen 449.388 im Vorja^hr. Den größten Rückgang wiesen auf: Seife (—86.000 Pfund) und Zement (— 8.000 Pfund), dagegen wiesen eine größere Zunahme auf: künstliche Zähne (+6.000 Pfund). Infolge des Zollvertrages mit Syrien entwickelt sich der Handelsverkehr dorthin immer mehr. 29 Fabriken wurden 1931 neu errichtet. Die Rutenberg-Gesellschaft ermäßigte am 1. Jänner 1932 ihre Strompreise um 40 Prozent. Die Seifenindustrie konnte wegen der erhöhten Zölle in Aegypten dorthin nur 2.566 Tonnen exportieren gegen 4.896 im Vorjahr. Die Preise fielen in Nablus auf 30.400 Mil Pfund von 33.209 Mil Pfund (1930) (Totalexport 3.883 Tonnen (119.941 pal. Pfund) gegen 5.964 Tonnen im Vorjahr (206.259 pal. Pf.). Der Zementexport fiel von! 12.351 auf 8.941 Tonnen. Importiert wurden 4.725 Tonnen (Vorjahr 5.154), meist Weißzement. Die Salzproduktion war 7.593 Tonnen (1930: 7.618). Die angebaute Fläche für Tabak war 13.483 Dunam (Vorjahr 23.500). Trotz der Verringerung der Fläche und der Ernte sind noch große Vorräte aus der Ernte von 1930 vorhanden. Die Befreiung des Zuckers für Bereitung von Fruchtsaft vom Zoll wirkte sich auf die Zitrussaftindustrie günstig aus. Das Kapital der im Jahre 1931 neuregistrierter): Gesellschaften war 66.931 Pfund, viel weniger als im Jahre vorher. Die Lebenskosten nach den Detailpreisen gingen gegen 1930 um 6.1 Prozent zurück. Der Großhandelsindex um 8.2 Prozent. Außenhandel. Nachstehend die Ziffern des Außenhandels für die letzten fünf Jahre (reiner Warenverkehr):