Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1932)
- Article
- Der Arbeiterbedarf im Frühjahr und Sommer 1932
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 179 (sequence 3)
- Language
- German
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Zustand in der Galuth verursacht, daß eine Anzahl von Kapitalisten einwandern, die Geld in Orangenpflanzungen anlegen. Im Jahre 1931 wurden von Juden zirka 10.000 Dunam neu gepflanzt. Schätzungsweise sollen im Frühjahr und im Sommer dieses Jahres zirka 15.000 Dunam neu gepflanzt werden, in Petach Tikwah', Kfar Ganim, Chedera, Kfar Saba, Rischon, Ness Ziona, Tel Mon<d, Bnei Brack, Ran'ania, 9.000 bis 10.000 Dunam, der Rest in anderen Kolonie^. Es gibt keine einzige Kolonie, in der dieses Jahr nicht eine kleinere oder größere Fläche bepflanzt werden würde, man rechnet auch mit neuen Bodenkäufen für Pflanzungen. Dadurch wird bis Mai keine Arbeitslosigkeit in den Kolonien sein und außerdem werden weitere Arbeitskräfte gebraucht werden. Es ist zweifellos, daß, wenn auch im Sommer mit Unterbrechungen ein kleiner Arbeitsmangel herrschen sollte, er dieses Jahr leichter sein wird, als im vorigen, da eine Reihe von anderen Arbeiten die Arbeitslage in den Kolonien in diesem Sommer verbessern wird. Nach Untersuchungen der Kblonienabteilung der Landwirtschaftszentrale wird außer bei den fünf großen Kolonien, wo eine Zunahme der Arbeiter erfolgen wird, auch in den kleinen, spezieül den Kwuzoth eine Meftireinstellung von 300 Arbeitern erhofft. Insgesamt ist für den Bedarf der Kolonien im nädhsten Halbjahr wie folgt zu rechnen: In den Frühjahrsmonaten wird;in allen Kolonien ein Arbeitsmanjgel fühlbar sein, im Sommer werden 300 zusätzliche Arbeiter nötig werden. Außerdem werden 200 Arbeitskräfte in den Arbeiterinnenwirtsdhaften eingestellt werden. Schon lange Zeit wollen diese Arbeiterinnen aufndhmen, um ihre Einrichtung zu vervollständigen, doch, fanden sie keine. Industrie und Handwerk der Juden erstarken immer mehr. Im Laufe der letzten zwei Jahre hatten sie viele Schwierigkeiten: arabischer Boykott, Weltkrise usw. Trotzdem befestigten sie sich und hörten nicht auf, sich auszudehnen. Die Zahl ihrer Arbeiter nahm nicht ab, sondern zu. In der Uebersicht, die Mr. Hoofien in der Handelskammer am Jahresbeginn gab, sagte er: „Die Fabriken sind beschäftigt, ihr Export hebt sich, es sind zwar keine neuen Fabriken entstanden, aber die bestehenden erweitern und konsolidieren sich." Im Laufe des Sommers dürften in Industrie und Handwerk in Tel-Aviv 4500 neue Arbeiter gebraucht werden. Die Hauptursache für die Ausdehnung der Industrie ist der Fall des Pfundes, der die Konkurrenzierxing; auswärtiger Produkte erleichterte, die Auswertung des inneren Marktes, sowie der Export, die Verbesserung der Erzeugungsmetshoden, wie der der Produkte, die vergrößerte Nachfrage, durch Erhöhung der Kaufkraft des jüdisohen Jischuw wegen der guten Lage der Orangenpflanzungen, die Einwanderung einer Anzahl von Leuten mit Kapital, die erfahrungsgemäße Zunahme des Bedarfs an Ausrüstungsstücken im Sommer usw. Die Einnahmen des Landes aus der Touristensaison und der Makkabiade werden ebenfalls einer Zahl von Industrien gesteigerte Nachfrage bringen. Insgesamt nehmen wir folgenden Neubedarf an: Bauten und öffentliche Arbeiten 2500 Arbeiter, Landwirtschaft 500, Industrie und Gewerbe 500, das sind 3500 neue Einwanderer, dazu sind 15 Prozent zuzuschlagen, denn soviel sind erfahrungsgemäß für Herstellung der Bedürfnisse von 3500 Menschen an Kleidung, Nahrung usw. nötig, und wir kommen auf eine Zahl von 4000. Aber außer all diesen Arbeitern kann das Land noch andere Leute aufnehmen in allen Zweigen der jüdischen Wirtschaft. Denn groß ist die Zahl