Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1932)
- Article
- Die Ergebnisse der Volkszählung
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 157 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Schätzungen zu vergleichen, wobei es angemessen ist, die seßhafte J5T von der nomadischen Bevölkerung zu sondern. Die erstere wurde für 1931 auf 894.000 geschätzt, betrug aber nach dem Zensus 975.000. Die Schätzungen trugen aber der illegalen Einwanderung keine Rechnung. In Berücksichtigung dieser hätte sich folgende Schätzung ergeben: Juden Nichtjuden Zusammen Seßhafte Bevölkerung 23. Okt. 1922 83.794 570.057 653.851 Natürliche Zunahme 28.000 150.600 178.600 Überschuß der Einwanderung üher Auswanderung l./XI. 1922—l./XII. 1931 65.000 — 3.945 61.055 Illegale Einwanderung (nach offizieller Schätzung) 7.000 18.000 25.000 183.794 734.712 918.506 Der Unterschied zwischen dieser Schätzung und der Zählung betrug 56.000. Außerdem ist in Betracht zu ziehen, daß die endgültige Festsetzung der Nordgrenzen Palästinas erst nach der Zählung von 1922 stattfand, wodurch zum britischen Mandatsterritorium eine Anzahl von Dörfern geschlagen wurden, mit einer Einwohnerzahl von schätzungsweise 10.000 Köpfen. Dadurch vermindert sich die Differenz und macht ungefähr bei den Arabern 55.000 bis 56.000 Plus, und bei den Juden 8000 bis 9000 Minus aus. Die höhere Ziffer bei den Arabern kann außer den künstlich erhöhten Angaben auf verschiedene Ursachen zurückgehen: Die illegale Einwanderung kann größer gewesen sein, als oben geschätzt, ferner der Zensus von 1922 zu niedrig u. a. m. Noch schwerer zu erklären als diese Differenz ist jene zwischen Schätzung und Zensus bei der beduinischen Bevölkerung. Der Zensus gibt 60.000 Köpfe an, das sind um 44.000(40<>/o) weniger als 1922 geschätzt wurde. Zieht man diese Ziffer in Betracht, so ergibt sich für die Gesamtbevölkerung nur eine Differenz zwischen Schätzung und Zählung von 37.000 (931.000 gegen 894.000). Was die jüdische Bevölkerung anbelangt, so zeigt die oben gegebene Tabelle, daß sie auf 184.000 geschätzt war. Der Zensus gibt 9000 Seelen weniger an. Das mag zum Teil auf den Erfolg der Boykottpropaganda zurückzuführen sein. Im Jahre 1922 wurde auch außer der Zählung bekanntgegeben, wieviel palästinensische Bürger sich außerhalb des Landes aufhalten. Dieser Vorgang ist diesmal nicht eingehalten worden. Jene Zahl war 1922: 21.206, davon Juden 6.264. Ein gleiches Verhältnis für 1931 angenommen, dürfte die Zahl der im Ausland befindlichen Juden zirka 12.000 gewesen sein, waTirscheinlich ist sie in Wirk-