Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1932)
- Article
- Berlin-Jerusalem-Fluglinie [Nachricht]
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 120 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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120 VERKEHR- Berlin—Jerusalem-Fluglinie. Im Sommer wird eine neue Linie Berlin—Athen in 14 Stunden mit Anschluß an die englische Linie Athen»—Palästina eingerichtet. Man wird dann von Berlin in 2 Tagen nach Jerusalem fliegen können. Touristen. Oktober 1931: 2881 und 3598 Rückkehrer. LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. Die Vergebung der Boden von Wadi el Chawäreth. Die KKL-Leitung teilt hierüber folgendes mit: Es handelt sich um insgesamt 30.795 metrische Dunam, von denen man strittige 5600 in Abzug bringen muß, fenruer 3200 Dunam, die wir der Regierung bis Oktober 1933 verpachten mußfcen. Wir können also über 22.000 Dunam verfügen, von denen sich 18.000 für landwirtschaftliche Kolonisierung eignen. Man kann sofort an die Ansiedlung von 1000 Familien gehen, von denen 450 nach dem Beschluß des letzten Kongresses dem Mittelstande angehören sollen. Für die andere Hälfte des Bodens wurden folgenden, Gruppen Zusagen für ihre Ansiedlung gegeben: 1. Brandeis-Viertel, bei Chedera, wo die amerikanische Palestine Economic Corporation 40 Arbeiterhäuser erbaut hat, mÜt je 2 Dunam Boden für Hilfswirtschaften. Die Kolonisten, welche sich restlos der landwirtschaftlichen Ansiedlung zuwenden wollen, haben an den KKL die Bitte gerichtet, ihnen 450 Dunam Boden von Wadi el Chawereth, d. h. netto 10 Dunam pro Familie, zu geben; sie wollen schon in diesem Jahre mit den Pflanzungen beginnen. 2. 250 Dunam wurden den Mitgliddern des .Haschomer Hazair in Chedera, die in den privaten Orangenpflanlzungen in der Nähe von Wadi el Chawereth Arbeit haben, zugeteilt. Da diese Gruppe über ein kleines Kapital verfügt, mit dem sie ihre Pflanzungen anlegen kann, so steht zu hoffen, daß man schon im Frühjahr an die Kolonisierung dieser Fläche gehen wird. Es sollen hier 50 Familien angesiedelt werden. 3. Der Gesellschaft J a c h i n wurde ferner Boden, ausreichend für die Ansiedlung von 100 Familien, versprochen. \Diese Gesellschaft übernimmt die Anlage von Pflanzungen, für Leute aus dem Mittelstand, die im Ausland wohnen, und die dann nach fünf bis sechs Jahren eine kleine fertige Orangerie1 ihr Eigen nennen können. Nach Beendigung der Vermessungsarbeiten werden die Böden vergeben werden. Jachin teilt mit, daß schon eine beinahe ausreichende Zahl von Kandidaten vorhanden ist. 4. 2500 Dunam wird der „Irgun Witkin", eine Gruppe von 120 Mitgliedern bekommen. Diese Gruppe bearbeitet schon einen Teil der Wadi el Chawereth-Böden in extensiver Weise. Sie besitzt eine kleine Orangen-Baumschule und auch einen Teil des notwendigen Inventars. 5. 2000 Dunam wurden den ehemaligen Mitgliedern der jüdischen Legion zugesagt. Die Leiter dieser Gruppe versichern, daß sie bis Ende März 1932 die nötigen Mittel zum Beginn der Pflanzungen und Bau der Häuser? zur Verfügung haben werden. Einen Teil der Gelder haben alte Mitkämpfer, die heute in Amerika wohnen, versprochen. 6. 1000 Dunam wurden 40 bis 50 Familien der Bne Benjamin zugeteilt,