Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1932)
- Article
- Der Highcommissioner [Nachricht]
- Date
- 1932-03-01
- Page
- Seite 115 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2379786-2379900-2379903--13293-2395138- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nachrichten und Daten Abgeschlossen am 5. März 1932 POLITIK. Der Highcommissioner. Der Oberkommissär besuchte am 1. Feber in Kairo König Fuad. Der ägyptische Premier in Jerusalem. Der ägyptische Ministerpräsident Sidki Pascha ist Mitte Februar in Jerusalem gewesen und wurde vom Oberkommissär feierlich empfangen. Die Gerüchte um Abbas Hilmi. In der Rundschau „Jewish Agency" in Nr. 1/2 wurde von den Veröffentlichungen des Revisionistenführers Großfcnann gesprochen, die ein angebliches arabisches Anbot aus dem Kreise des Exkediven Abbas Hilmi betreffen. Darin wird das jüdische. Nationalheim anerkannt, eine nationale Autonomiek jüdischer Distrikte vorgeschlagen, und eine Round Table Conference in Aussicht genommen. Inzwischen erklärten sowohl die Exekutive des JA, als die arabische Exekutive, daß es sich um eine Mystifikation handelt, als deren Uorheber ein indischer Journalist genannt wird. Ab das Hilmi selbst dementierte, daß die Vorschläge von ihm stammten, spricht aber die Hoffnung aus, daß sich Araber unid Juden verständigen werden. Die arabische Bewegung. Das Präsidium der arabischen Exekutive trug am 27. Jänner dem Oberkommissär Sir Artur Wauchope die Wünsche der Exekutive nadjh einem Parlament und jene in bezug auf den Laai.dentwicklungsplan vor. — Der Bürgermeister von Jerusalem, Nasdhaschibi, überreichte dem Obergeridht eine Petition, in der erklärt wird, daß der Mufti kein Recht auf die Präsidentschaft des Obersten Moslemischen Rates habe, da er Gehalt beziehe. Gleichzeitig wird Rechnungslegung über die vom Mufti gesammelten Gelder verlangt. Mandatskommission. Die arabisdhe Exekutive hatte am 17. Mai 1931 eine Petition an die Kommission gericlhtet, in der sie gegen das Mandat und die „zionistisdhe Unterdrückungspolitik" protestierte. Die Kommission entschied, daß sie auf diese Eingaben nidhts unternehmen könftxe, da sie im Widerspruch mit den Mandatsbestimmungen stünden. Irak unabhängig. Der Völkerbundrat hat am 29. Jänner sich bereit erklärt, das Mandat über Irak als beendigt zu erklären. Verschiedene Nachrichten. Eine in Jerusalem abgehaltene angeblich kommunistisdae Versammlung wurde von der Polizei gesprengt und 32 jüdische Kommunisten wurden verhaftet. Der englische Polizeirichter sprach1 sie aber frei und tadelte scharf das Vorgehen der. Polizei. OEFFENTLICHE VERWALTUNG. Illegale Einwanderung. Von der Amnestie anläßlich der Volkszählung für illegal Eingewanderte haben von Juden Gebrauch gemacht: in Jerusalem .1080, in Tel-Aviv und Kolonien 1133, in Haifa, Tiberias und Umgebung 411, zusammen 2624 Personen. Da viele von ihnen Familienväter sind, so schätzt man die Zahl der Amnestierten auf 5000—6000.