Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1932)
- Article
- [Rezension] / Picard, L.
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 1)
- Language
- German
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Die Niederschlagsverhältnisse im südlichen Libanon, in Palästina und im nordlichen Sinai, von D. Asch bei. Berlin, 1930. Selbstverlag des Verfassers., Jerusalem, Hebrew University. Zum Unterschied von anderen Veröffentlichungen auf diesem Gebiete, die nur kurze Beobachtungsperioden verschiedener Jahrgänge behandelten, hat Aschbel sämtliches Material bearbeitet, da in Palästina (sowie Syrien, Trans* Jordanien) in einer Zeitpause von 80 Jahren (1850—1930) durch Ejnzelbeob achter» lund Wissenschaftlichen Gesellschaften) geliefert wurde. Das Bild der Niederschlagsverteilun,g aus den verschiedenen Teilen des Landes ist wesentlich1 durch den Umstand gefördert worden, daß statt der bisherigen, meist 15 bis 20 zählenden Stationen nunmehr 116, darunter nicht weniger, denn 65 (aus» jüdischen Siedlungen) herangezogen wurden. Mit den zahlreichen Tabellen und Skizzen dieser Arbeit liegt jetzt ein Gebiet erschlossen, das bisher ungenügende und oft falsche Vorstellungen von der Verteilung der Regenmenge? gab. Das gilt insbesondere von der Küstenzone, dem Jordantal und dem regenreichen Transjordanien. Letzteres zeigt beispielsweise eine 40 Kilometer breite,, starke Niederschlagszone, dem ein stattlicher Eichen-, sogar Nadelwaldgürtel entspricht. Eingehend sind die meteorologischen Ursachen des Niederschlagsgebietes, besprochen worden; u. a. ist klar der Zusammenhang geschildert, der zwischen der Witterung im östlichen Mittelmeergebiet und den Kaltluftkörpern besteht, welche im Winter, vom Polargebiet aus, sehr tief nach Süden gegen den Aequator ziehen. Leicht wird an Hand der Monats- und Jahres nde der schlagskarten der gewaltige Unterschied der Regenmenge abgelesen werden können, die zwischen Süd und Nord, West- und Ost-Jordanland und den neben und in ihnen liegendem Wüstenzonen bestehen. So wird dieses, 77 Seiten und 25 Skizzen umfassende Büchlein für viele Zweige palästinensischer Landeisforschung und Siedlungskunde ein wertvoller Führer werden. Zu bedauörn ist, daß die in Fig 20 dargestellte Uebersichtskarte der mittleren Jahresniederschläge nicht im größerem und mit den geographischen Unterlagen versehenen Umfange erscheinen konnte. Zwar gibt die dem J. H. Simpson-Bericht der Regierung (1930) beigefügten Kalrte, auch die AshbelsChe Regenkairte als Map Nr. 5 Kvieder. Letztere durfte aber nicht überall zu erhalten sein, außerdem nennt sie merkwürdigerweise als Quellenangabe: „Director of Agriculture, prepared by the Director of Surveys!" Dr. L. Picard, Jerusalem. Die Bevölkerungs- und Berufsverhältnisse der Juden 'im deutschen Reich, von Prof. Dr. Heinrich Silbergleit. Band I: Freistaat Preußen, mit 3 farbigen Tafeln, Akademie-Verlag Berlin, S. 348. — Eine derartig ausführliche Monographie gibt es noch nicht, und wenn ganz Deutschland in gleicher Weise bearbeitet werden wird, dann wird ein Monumentalwerk jüdischer Statistik entstehen. Außer dem ungeheueren statistischen (Material, das in den 40 Text-Tabellen gegeben ist und wolil lückenlos alle Ergebnisse der Zählung bringt, bietet der Verfasser noch ein separates Tabellenwerk über jene vom 16. Juni 1925. Die vom Autor gegebene Analyse ist knapp und klar. Die bekannten Tendenzen der jüdischen Bevölkerungsbewegung: Ungemein starker