Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 15 (1932)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1932)
- Article
- Die Volkszählung [Nachricht]
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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lieh 25 °/ooo- Das ergäbe bei November 1931 eine Zunahme von 3^°/ooo> zirka 20.000 Köpfe, zusammen rund 710.000. Indeß sind nicht weniger als 760.000 Seelen gezählt wetrden. Die jüdischen Blätter beschäftigen sich mit dieser rätselhaften Tatsache. Es wird behauptet, daß zur Zeit der Volkszählung Massen von Arabern aus Transjordanien infolge politischer Agitation sich vorübergehend in Palästina aufhielten. Aber eine so große Zahl kann das nicht gewesen sein. Es wird auch darauf hingewiesen, daß die Registrierung der Geburten bei den Moslems, namentlich bei den Beduinen und insbesondere bei Mädchengeburten, unvollständig sei, und daher die Geburtenrate höher ist als offiziell errechnet. Ferner hat die Regierung selbst zugegeben (siehe Nr. 10/11, S. 421), daß zirka 18.000 Moslem auf illegalem Wege nach Palästina gekommen sind. Man kann annehmen, daß noch eine große Zahl hinzuzurechnen ist, von der die Regierjujng keine Kenntnis hat. WANDERUNG. November 1931. Einwanderung: 333 (246 Juden, 87 Nichtjuden), hiezti kommen 253 Touristen, die Erlaubnis zu dauerndem Aufenthalt erlangt haben. Insgesamt 586. Von den 246 einwandernden Juden hatten 21 ein Kapital von mindestens 1000 Pfund (wieviel unter den Touristen mit Aufenthaltserlaubnis aus dieser Klasse waren, ist nicht bekanntgegeben worden), ferner 92 Arbeiter (85 männlich, 7 weiblioji). Unter den nicht jüdischen Einwanderern waren 18 religiösen Berufs. Auswanderung: 80 (38 Juden, 84 Christen, 8 Moslem). LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. Schwere Lage der Landwirtschaft. In „Boustn'ai" Nr. 38, vom 6. Jänner, klagt Mosche Smilansky über die schwere Lage. Eine noch nie dagewesene Kälte schädigt die Früchte, das Getreide und die Gemüsepflanzen sehr, der Regen bleibt aus, der Boden ist arg ausgedörrt, die Ernte trocknet und verfärbt sich. Die Feldmäuseplage nimmt zu. Die Orangenpreise sind niedrig; bei den 500.000 Kisten, die bis jetzt exportiert worden sind, war e'n Mindererlös von 100.000 Pfund gegen das Vorjahr. Die Erstfrüchte der neuen fruchttragenden Gärten finden keinen Absatz. Für die noch im Ausbau befindlichen ist Kredit schwer zu haben. Die Zahl der Arbeitslosen in den Kolonien beträgt jetzt, in der Orangenpflücksaison, zirka 2.000 Köpfe. — Inzwischen sind die Orangenpreise wieder gestiegen und die Absatzsituation hat sich gebessert Die geplante Mittelstandssiedlung auf KKL.-Boden von Wadi Chawareth. Hierüber wird folgende Mitteilung veröffentlicht: Im nördlichen Teil des Scharan-Tales, parallel zu den Berglinien des Mittelmeeres, zieht sich die Ebene Wadi-Chawarith. Ein kleines Bächlein, welches selbst während der heißen Sommermonate Wasser führt, durchfließt sie. Es ist der „Alexander*", oder, wie die Araber es nennen, der „El Eskadrune". Von jeher ist dieses Tal als ein fruichtbarer Landstrich Palästinas; bekannt. Städte, blühende Dörfer, Weingärten und fette Wiesen bedeckten ehemals das Land. Sein Klima ist infolge der Meereswinde sehr mild. öVg Kilometer lang zieht sich die Ebene. Der Weg nach Haifa ist 33 Kilometer und der nach Ja£fa 47 Kilometer lang. Giute Wege verbinden heute Wadi Chawarith mit Tulkerem, Chederah und Tel-Aviv. Die Eisenbahnstrecke Tel-Aviv—Haifa führt in einer Entfernung von 8 Kilometer an den