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Palästina · 1931-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1931) · p. Seite 388

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1931)
Article
Der Bericht der britischen Regierung an den Völkerbundrat
Date
1931-10-01
Page
Seite 388 (sequence 2)
Language
German
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In der Einleitung des Berichtes gibt es Abschnitte, die für die im ganzen Bericht angewandten Methoden charakteristisch sind. Auf Seite 13 zum Beispiel wird mitgeteilt: „Der optimistische Standpunkt im Jahresbericht für 1929 betreffs der Erholung Palästinas vom Rückschlag dieses Jahres war wohl angebracht. Nichts beweist stärker die Fähigkeit des Landes, über schwierige ökonomische Situationen hinwegzukommen, als die Tatsache, daß die Steuereingänge 1930 nahezu 1,000.000 Pfund ausmachten (991,688 gegen 917,050 pal. Pfund im Jahre 1929). Die Tatsache ist insbesondere bemerkenswert in einem Jahr, da die jüdischen Beiträge und Investitionen zurückginge n." Diese Angabe, die sogar Dr. Shiels bei der Ueberreichung des Berichtes in der Mandatskommission so bedeutsam fand, um sie zu unterstreichen, erweckt den Eindruck, daß das jüdische Siedlungswerk nicht als Hauptfaktor für die allgemeine Entwicklung des Landes abgesehen werden kann, da doch1 die Erfahrung beweist, daß selbst in diesem Jahre beschränkter wirtschaftlicher Tätigkeit die Einnahmen des Landes und die Steuereingänge gestiegen sind. Aber das ist nicht richtig. Das von der Regierung gegebene Beweismaterial war nicht glücklich gewählt. Denn erstens ist die Behauptung, daß die jüdischen Investitionen im Lande 1930 geringer waren als 1929, nachweislich unrichtig. In demselben Bericht wird auf Seite 32 festgestellt, daß im Jahre 1930 die Jewish Agency (Keren Hajesod, Jüdischer Nationalfonds, Hadassah und Wizo) 764,000 pal. Pfund ausgegeben haben, der Palästinensische Hilfsfonds 433,000 und die Hebräische Universität 48,000, das ist insgesamt eine Summe von 1,245.000 pal. Pfund, während die Gesamtsumme, die diese Organisationen, gemäß dem Bericht der Jewish Agency an den Völkerbundrat im Jahre 1929 ausgegeben haben, nur 593,226 pal. Pfund betrug, zuzüglich 200,000 pal. Pfund vom Palästinensischen Hilfsfonds, wovon ein Teil erst im Jänner und Februar 1930 ausgegeben wurde. Es ergibt sich also aus diesen offiziellen Quellen, daß die Investitionen dieser Institutionen im Jahre 1930 doppelt so groß waren als im vorhergehenden Jahr. Derselbe Regierungsberiqht macht auf die bemerkenswerte Zunahme der Bautätigkeit im Jahre 1930 aufmerksam; in diesem Jahr haben, gemäß dem Memorandum der Jewish Agency an den Völkerbund, Juden eine Summe von 750.000 pal. Pfund in Bauten investiert (nur 30.000 davon wurden vom Hilfsfond verausgabt, der Rest von Privaten und verschiedenen Banken) gegen 350.000 pal. Pfund im Jahre 1929. Es ist ferner erwähnenswert, daß 1930 mehr als 100.000 pal. Pfund in der Toten-Meer-Konzession investiert wurden, daß die Ruthenbergwerke am Jordan noch im Bau waren und daß die Pica die üblichen Summen von schätzungsweise insgesamt 200.000 pal. Pfund im Lande investiert hat. Es ist richtig, daß die Juden im Jahre 1930 weniger Pflanzungen angelegt haben; nur 5000 Dunam wurden in Angriff genommen, gegen 14.000 im vorhergehenden Jahre. Aber zusätzliche Summen für vorbereitende Arbeiten und Pflanzungen aus dem vorhergehenden Jahre wurden 1930 investiert, und diese gleichen dem Totalbetrag für Investitionen von 1930 jenem des vorhergehenden Jahres zumindest an. Es muß festgehalten werden, daß zu Ende 1930 eine Fläche von 50.000 Dunam Pflanzungen, die noch nicht Früchte trugen, in jüdischem Besitz war, und daß diese für ihre« Bestellung zirka 500.000 pal. Pfund zusätzlicher Investitionen erforderten. Die Totalsumme all dieser Investitionen der nationalen Institutionen, privater

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