Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- [Rezension] / F. M.
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 372 (sequence 1)
- Language
- German
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Griff in den Orient, von Leo Matthias, mit zahlreichen Illustrationen, Bildtafeln und einer Karte. Verlag Bibliographisches Institut A. G., Leipzig 1931, 318 Seiten. — Das abgegriffene Wort „originell" ist hier bei Form und Inhalt keine Phrase. Matthias packt überall das frische Leben, es ist keine Zeile und kein Wort darin, die nicht unmittelbar empfunden wären. Er schreibt seinen eigenen Stil und hat über alle Fragen, auch die letzten — die Fratij, Sklaverei, Religion — seine ureigensten, oft paradox erscheinenden Ideen, die sich jenseits von Literatur und Journalismus an der Problematik alles Menschlichen entzünden. Aus diesem Buch ist mehr über das wahre Wesen des Orients zu lernen, als in landläufigen Kultur-, Sitten- und sonstigen Geschichtswerken. Leider kommt Palästina zu kurz — nur in wenigen Worten spricht der Autor davon und auch da geht er aii£ die Keifafriag-en nicht ein. Die Bildtafeln sind vom Text gesondert. Die Aufnahmen ebenso originell wie der erklärende Text darunter. In politischer Hinsicht ist bemerkenswert, daß nach Matthias sämtliche orientalische „Freiheitsbewegungen", auch die arabische in Palästina, ebenso jene in Indien, von einheimischen Kapitalisten finanziert wurden und werden, welche die Nutznießer der zu erringenden Unabhängigkeit sein werden. Heraufziehe der asiatische Kapitalismus. — Dieses Buch ist von sprühender geistiger Lebendigkeit. Die letzten Fragen der menschlichen Existenz werden fast burschikos angepackt und der Leser gereizt, sein Inventar zu revidieren. Es Wird ihm schwer fallen, dem Autor gegenüber Recht zu behalten. F. M. Druckfehlerberichtigung: In dem Artikel: „Die Ein- und Auswanderung im Jahre 1930", von Dr. Rubin Kaznelson, sind folgende Druckfehler zu berichtigen: Seite 191, Zeile 3 von oben: Ueberschriften einzusetzen: Einwanderung, Auswanderung, Uebersehuß der Einwanderer und der Auswanderung in 4 Monaten per Monat. — Seite 192, Zeile 12 von oben: statt 136 soll es heißen 1361. — Seite 192, Zeile 15 von oben: statt „1536 Auswanderer usw., zu lesen: 1679 Auswanderer, 454 in Palästina, 1225 nicht in Palästina — bei den Juden 24.8, Christen 30.4, Moslem 12.4. — Seite 194, Zeile 16 und 22 von oben: statt „jüngeren" und „jugendlichen" lies: erwachsenen. — Seite 194, Zeile 16 von unten, statt: „Ver. Staaten" lies Großbritannien. -- Seite 195, Zeile 19 von oben: statt „3500", lies 3500 jährlich. * * * Mitteilung: Wir empfehlen unseren Lesern die Durchsicht des beigehefteten Prospektes über „Das Hohe Lied Salomos" in Bildern von Zeew Raban „Bezalel", das wirklich ein Kunstwerk ersten Ranges darstellt. Es ist beim Verlag C. Barth, Wien, I., Hessgasse 7, erhältlich. Herausgeber und veraniworil. Redakieur: Adolf Böhm, Wien, XVI., Wilhelminenstr. 28. - Eigentum, Drude und Verlag: Josef Hajek's Nfg. Friedrich Holzer 81 Co., Wien, XVII., Kalvaiienberggasse 32