Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Die Arbeitslage im Juli [Nachricht]
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 361 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
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Von diesen begonnenen jüdischen Arbeiten sind hervorzuheben: Beschleunig gung des Wiederaufbaues von Safed, Neubestellung von 250 Arbeitern beim Ruthenberg-Werk in Naharaim, um die Arbeiten zu beenden, Errichtung von einigen Gebäuden in den Wirtschaften der Jewish Agency, Austrocknungsarbeiten bei Haifa. Auch bei RegierungsarbeSten wurde eine größere Zahl Arbeitsloser beschäftigt. Die Arbeit beim Straßenbau Jericho—Totes Meer wurde erweitert, der Arbeiterrat von Haifa erhielt den Bau eines Teiles der Straße Haifa—Akko, bei Grabearbeiten am Chausseebau Petadh-Tikwah—Kfar Saba sind 120 Arbeiter beschäftigt, 25 Arbeiter fanden Beschäftigung bei Fundamentarbeiten an der Kaduri-Schule in Messcha und schließlich wurden 70 ungelernte jüdische Arbeiter in den letzten Wochen bei dien Haifaer Hafenairbeiten aufgenommen. Dagegen hat die Jerusalemer Stadtverwaltung den Bau des Schlachthauses an arabische Unternehmer vergeben, triofcz der Zusage der Regierung wegen Mitwirkung jüdischer Arbeiter. Ueber weitere größere Arbeiten, die in den nächsten Wochen noch 300 Arbeiter beschäftigen werden, sind die Verhandlungen bereits abgeschlossen und die Vorbereitungen getroffen wordjen. Es handelt sich in erster Linie um Straßen- und Häuserbauarbeiten in jüdischen Vororten, Städten und Kolonien und um Bewässerungsanlagen im Emek Hajarden. Doch werden auch weitere 50 Arbeiter bei Regierungarbeiten beschäftigt werden (bei den Straßeribtidten Haifa—Akko« und Petach—Tikwah—Kalkilieh, die demnächst erweitert werden). Wie unter „Städte" gemeldet, hat Tel-Aviv einen Arbeitslosenfonds gegründet. Chauffeurstreik. Anfangs Juli tagte eine Konferenz der jüdischen Chauffeure, deren ZahJ zirka 1000 ist. Mit den arabischen Chauffeuren und Autobesitzern zusammen wurde eine Exekutive eingesetzt, um der Regierung die Forderungen der Branche vorzulegen. Da diese erklärte, sie nicht erfüllen zu können (Herabsetzung der Einfuhrzölle auf Benzin, Abschaffung der Lizenztaxen und Milderung der Verkehrsvorsdhriften), traten am 6. August alle Chauffeure, auch in Transjoridanien, 24 Stunden in Streik. Die Regierung setzte eine Kommission zur Untersuchung der Lage ein. KREDIT. Arbeiterbank. Der Abschluß für 1930 zeigt folgende Positionen in runden Ziffern, palästinensische Pfund: Aktiven 181.606, davon 17.206 bar, Passiva): Aktienkapital 100.000, Reserven 7000, Depositen und andere Kreditoren 74.608, Reingewinn 4089. Wenn man von Aktienkapital und Reserven absieht, so stehen 181.606 Aktiven 74.608 Passiven gegenüber. Das Gewinnkonto zeigt Eingänge von 14.845 (leider fehlt die Angabe, wie hoch der durchschnittliche Ausleihezinsfuß gewesen ist), Ausgaben von 10.747, hievon bloß 3470 allgemeine und 1440 besondere Spesen. Die selbstgezahlten Zinsen machen 2370 aus. Verluste an Außenständen sind keine angegeben. Soweit man aus den Ziffern schließen kann, ist die Bilanz und die Gebarung eine günstige. Es wäre sehr zu wünschen, wenn sowohl der Geschäftsumfang als auch die Höhe der verlangten Zinsen angegeben werden würde. Zentralbank für Kooperativen. In Nr. 3/4 gaben wir einen Auszug aus dem Bericht dieser Institution. Dieser liegt nun gedruckt vor. Wir tragen einiges nach: