Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Der 17. Zionistenkongress in Basel : Beschlüsse [Nachricht]
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 349 (sequence 2)
- Language
- German
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trag eingebracht, in dem als Ziel ein Judenstaat zu beiden Seiten des Jordans mit jüdischer Bevölkerungsmajorität postuliert wurde. Der Kongreß nahm folgende Zielsetzungsresolution an: Angesichts der wiederholten Versuche, das Wesen des Zionismus zu entstellen, erklärt der XVII. Zioni'stenkongreß: Der Zionismus ist die nationale Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes. Er hält an seinem im Basler Programm niedergelegten Ziel unerschütterlich fest, in Erez-Israel die Lösung der Judenfrage herbeizuführen. Das heimatlose, landlose, zur Auswanderung drängende Volk will durch seine Wiederverwurzelung in seinem historischen Heimatland auf dem Wege einer ununterbrochenen Einwanderung und Entwicklung seine wirtschaftliche, geistige und politische Not überwinden und in Erez-Israel ein mit allen Merkmalen eines normalen Volksleben ausgestattetes nationales Dasein erneuern. Der Kongreß weist jeden Versuch, dieses Ziel zu verkleinern, mit Entschiedenheit zurück." In einer zweiten Resolution wurde der Mac - Donald - Brief als Basis für weitere Verhandlungen erklärt, doch müßten in den noch offen gelassenen Fragen die berechtigten Forderungen des jüdischen Volkes durchgesetzt werden. Das Development Seherne könne die Unterstützung der JA nur dann finden, wenn es auf voller Gleichheit des jüdischen und arabischen Anteils an den Vorteilen dieses Plans und der Gleichzeitigkeit seiner Ausführung basierte. Ferner wurde eine Resolution angenommen, wonach die Aeußerungen Dr.Weizmanns in einem J. T. A.-Interview (worin er sich dagegen ausgesprochen hat, daß von den Juden die Majorität in Palästina verlangt wird) bedauert und seine darauf bezüglichen Ausführungen am Kongreß, wonach keines der beiden Völker vom anderen beherrscht werden dürfe, als unzureichend erklärt wurden. Kolonisation. Der Kongreß nahm zur Kenntnis, daß die Konsolidierung aller Siedlungen 262.000 Pfund kosten würde, welche Summe als Schuldverpflichtung der Jewish Agency an Siedler anzusehen ist. Ferner wurden Beschlüsse auf Förderung der Mittelstands- und Jemeniten-Siedlungen auf Wadi al Chawerith, Ausbau anderer Siedlungen! usw. gefaßt. In bezug auf Immigration wurde gegen die diesbezügliche Politik der Regierung Protest erhoben und die Abschaffung erschwerender Bestimmungen verlangt. In bezug auf das Schulwesen wurde beschlossen, daß im Laufe der nächsten zwei Janre, bis zum nächsten Kongreß, eine gemeinsame Führung des Erziehungswerkes durch JA. und Knesseth Israel vorzubereiten sei. Die Universität soll zu einer Volluniversität ausgebaut werden. Eine Resolution forderte die „Wahrung de<s nationalen Geistes in der Universität" und mißbilligt „den Geist des Verzichtes auf nationale Ideale", der in der Leitung/ der Universität zum Ausdruck gekommen ist. In bezug auf Sanität, Arbeit; Organisation wurde eine Reihe von Beschlüssen gefaßt. Der politische Vertreter der JA in Jerusalem. An Stelle des aus der Exekutive der JA ausgeschiedenen Co! Kish hat Dr. Arlosoroff dessen Funktion übernommen.