Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Die Sitzung der Mandatskommission : das offizielle Communiqué [Nachricht]
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 348 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2379786-2379892-2379897--12525-2394077- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
den gesetzlichen Vorschriften, durch die die Erwerbung der palästinensischen Landesbürgerschaft geregelt wird, befaßt hat. In der Sitzung wurden ferner ergänzende Informationen über die Aufrechterhaltung des Status quo bezüglich der Heiligen Stätten erteilt. Die Kommission hat ihrer Meinung dahin Ausdruck gegeben, daß der Bericht der Klagemauerkommission der Lage gerecht wird. Die Bedingungen der vom High Commissioner der Irak-Petroleum-Gesellschaft erteilten Konzession zur Leitung von Mineralöl durch palästinensisches Gebiet wurden unter Berücksichtigung der auf solche Fragen Bezug habenden Bestimmungen des Mandats einer Prüfung unterzogen. Die Höhe der im Berichtsjahr erteilten Agrarkredite und ihre Bedingungen wurden diskutiert. Es wurden auch Informationen bezüglich der Einsetzung eines aus Vertretern der arabischen, jüdischen und deutschen landwirtschaftlichen Gemeinden zusammengesetzten allgemeinen Landwirtschaftsrates erteilt, der die Aufgabe haben soll, ein umfassendes Programm für landwirtschaftliche Forschung und Erziehung zu entwerfen. Die Mandatarmacht wurde um weitere Informationen über den Waffenhandel in Palästina ersucht. Internationale Abmachungen, an denen Palästina beteiligt ist, sowie Beziehungen zwischen Transjordanien und Palästina wurden erörtert. Schließlich wurden die öffentlichen Finanzen dieser beiden Territorien geprüft. Wie der Vertreter der JTA. in Genf erfährt, wurden die Bestimmungen der Pipeline-Konzession von der Kommission scharf kritisiert. Es wurde betont, daß die der Irak-Petroleum-Gesellschaft gewährten Begünstigungen zu weitgehend seien und den Bestimmungen des Mandates bezüglich einer Politik der offenen Tür widersprechen. Der 17. Zionistenkongreß in Basel. Eröffnung. Am 30. Juni abends wurde der Zionistenkongreß mit einer Rede von Präsidenten Sokolow eröffnet und am 17. Juli abends beendet. Begrüßt wurde der Kongreß von der Schweizer Regierung und dem Großen Rat der Stadt Basel (Reg.-Rat Imhof), von England (Gesandter Sir Howard Kennard), vom Völkerbund (Informationsabteilung: H.-C. Cunnings und Arbeitsamt: H.-C. Weaver), sowie von der Schweizer Israelitischen Organisation. Zum Präsidenten wurde Leo Motzkin gewählt. Referate. Solche erstatteten: Weizmann (Politik), Dr. A. Ruppin (Wirtschaftliche Situation in Palästina), Dr. Rosenblüth (Organisation), Dr. A. Handtke (Keren Hajessod), M. Ussischkin (Keren Kajemeth), Prof. Brodetzky (Politik), Arlosoroff (Probleme der Finanzierung des Palästina-Aufbaues), Suprasky (Industrie), Brodie (Beschleunigung der Absorptionsfähigkeit Palästinas). Der Präsident des Arbeitsamtes des V. B. Albert Thomas hielt im Verlauf des Kongresses eine prozionistische Rede. Zusammensetzung. Es waren 251 Delegierte anwesend, davon gehörten zu den Gruppen: Allgemeine Zionisten 85, Linke 74, Revisionisten 50, Misrachi 34, Radikale 7, der Rest war parteilos. Beschlüsse. Politik: Der wichtigste Beschluß des Kongresses war jener über die zionistische Zielsetzung. Der revisionistische Flügel hatte einen An-