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Palästina · 1931-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1931) · p. Seite 347

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1931)
Article
Die Sitzung der Mandatskommission : die Verhandlungen [Nachricht]
Date
1931-07-01
Page
Seite 347 (sequence 2)
Language
German
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daß der Simpson-Report ein wertvoller Beitrag zur Lösung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist. Nach dem Weißbuch von 1922 sei der Aufbau des Jüdischen Heims vor allem eine Aufgabe der Juden. Die Jewish Agency hat der Mandatskommission ein Memorandum unterbreitet, ebenso der Waad Leumi. Die arabische Exekutive richtete ein Memorandum an die MK., worin sie Aufhebung von Balfour-Erklärung und Mandat, Sperre der Einwanderung und des Bo'denverkaufs für Nichtjuden, sowie Einsetzung eines Parlaments verlangt. Dr. Shiels sagte, daß im Interesse der arabischen und jüdischen Bevölkerung ein' Landentwicklungsplan nötig sei. Der Entwicklungsdirektor (Director of Development) wird völlig unabhängig von den bisherigen Berichten und Schätzungen arbeiten. Zur Finanzierung wird an eine Anleihe von 2.5 Millionen Pfund gedacht. Durch größere Wohlfahrt im Lande wird auch das gegenseitige Verständnis der beiden Volksstämme herbeigeführt werden. Es heißt, daß in der Debatte sich Dr. Shiels pessimistisch über diese Verständigung ausgesprochen hat. Das offizielle Communique: Die Permanente Mandatskommission des Völkerbundes hat gemeinsam mdt den Vertretern der englischen Regierung, Unter- Staatssekretär für die Kolonien Dr. T. Drummond Shiels, Chefsekretär der Palästina-Regierung M. A. Young und den Herren O. G. R. Williams und R. V. Vernon vom englischen Kolonialamt, die Prüfung des Jahresberichtes der Mandatar macht für Palästina fortgesetzt. Die Debatte erstreckte sich zunächst auf die von Dr. Shiels vor der Kommission abgegebene Erklärung im allgemeinen. Die Kommission wurde über den neuen Entwicklungsplan für Palästina informiert, der sich mit der Wiederansiedlung gewisser Kategorien landloser Arbeiter, mit Bewässerung, Drainage, intensiver Kultur und im allgemeinen mit der Vermehrung des verfügbaren kulturfähigen Bodens befaßt. Ferner wurde die neue Verordnung zur Vermeidung der Entsetzung von Pächtern von ihrem Boden überprüft. Sodann wurde die in dem Briefe des Ministerpräsidenten an Dr. Weizmann gegebene Interpretation des Weißbuches einer Betrachtung unterzogen. Die Finanzen des Mandatsgebietes wurden, insbesondere hinsichtlich der Ausgaben für Verteidigung, untersucht, sowie die von der Mandatarmacht zur Sicherung der Entwicklung der Selbstverwaltungsinstitutionen, vor allem bezüglich der Machtbefugnisse des vorgeschlagenen Legislative Council, diskutiert. Nachdem die Kommission die Beziehungen zwischen Palästinaverwaltung und Jewish Agency erörtert hatte, wandte sie ihre Aufmerksamkeit der Frage der Einwanderung und Auswanderung, vor allem im Zusammenhang mit der Frage der Arbeitslosigkeit in Palästina und der Feststellung der von bestimmten Immigrantenkategorien als Voraussetzung für Einwanderung und dauernde Niederlassung geforderten Höhe des Eigenkapitalbesitzes zu. An die Vertreter der Mandatarmacht wurde das Ersuchen gerichtet, weitere detaillierte Informationen bezüglich der Verteilung des Bodenbesitzes in Palästina unter Juden und Arabern sowie bezüglich verwandter Gegenstände zur Verfügung zu stellen. In einem weiteren Communique wird mitgeteilt, daß die Permanente Mandatskommission am 17. Juni die Prüfung des Jahresberichtes der Mandatarmacht für Palästina und Transjordanien fortgesetzt und sich mit den bestehen-

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