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Palästina · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 232

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Die Orangensaison [Nachricht]
Date
1931-05-01
Page
Seite 232 (sequence 1)
Language
German
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Die Orangensaison. In der jetzt beendeten Orangensaison wurden im ganzen 2,606.470 Kisten Orangen und andere (Zitrusfrüchte ins Ausland geschickt, gegenüber 2,643.620 im Vorjahre. Der erzielte Durchschnittspreis pro Kiste betrug 12 sh und für gewisse Soirten sogar über 19 sh. Diese Preise sind besser als die in den letzten drei Jahren erzielten. Für das nächste Jahr ist mit einer großen Steigerung des Exportes auf etwa vier Millionen Kisten zu rechnen, da eine große Reihe neuer Pardessim fruchtneif werden und die Aussichten für die Orangenernte als sehr gut beurteilt werden. Einen großen Fort^ schritt machte in dieser Saison der Grape-Fruit-Anbau und -Export, die bekanntlich fast vollständig in jüdischen Händen liegen. Während im vorigen Jahre 16.000 Kisten Grape-Fruit exportiert wurden, betrug in diesem Jahre diese Ziffer 57.000. Die erzielten Preise für Grape-Fruit waren ausgezeichnet und übertrafen vielfach sogar die Preise für die als besonders gut geltende/ Frucht aus Florida. Die Erfolge des Grape-Fruit-Anbaues und -Exports sind zu einem großen Teil der Organisation der Grape-Fruit-Pflanzer zu verdanken, die die Verpackungsbedingungen einheitlich regelte und eine zielbewußte Propaganda in England durchführte. Es ist damit zu rechnen, daß im nächsten Jahre die Frachtsätze für den Citrusexport herabgesetzt werden und daß die häufig geäußerten Klagen über die unzureichenden Vorkehrungen der Frachtschiffe, die für den Export benutzt werden, verbessert werden. Als Unterabteilung der Bauernvereinigung wurde eine Organisation der Orangenpflanzer gegründet. Von der landwirtschaftlichen Versuchsstation der Jewish Agency. Die Ende 1929 neu gegründete Abteilung für Pflanzungsbau, besonders für Orangen, in Rechowoth hat im laufenden Jahre eine Baumschule eingerichtet und die ersten Setzlinge angepflanzt. Als erteter Schritt zur Ueberführung der Zentrale der Versuchsstation von Tel-Aviv nach Rechowoth wurde dort mit von Herrn Dr. Kasteliansky zur Verfügung gestellten Mitteln das Gebäude für Citrus - pflanzen errichtet. Die Abteilung für Pflanzenpathologie konzentrierte ihre Arbeit in der Hauptsache auf die Untersuchung der Citruspflanzenkrankheiten. Die Abteilungen für Körnerbau setzen ihre Arbeit in der Abteilung der Station in Gabat (Emek) fort, doch wird ein Teil der Versuchsfelder nach Judäa verlegt werden, nachdem dort bei Rechowoth und Ness Ziona 1200 Dunam seitens des Keren Kajemeth für die Versuchsstation erworben wurden. Auf diese Weise wird die Abteilung ihr Tätigkeitsfeld erweitern können. Die chemische Abteilung untersucht die Beschaffenheit verschiedener Böden. Mit der Zentralregierung in London und der lokalen Administration bestehen enge Beziehungen und gemeinsame Arbeit auf verschiedenen Gebieten. Der Empire: Marketing Board bewilligte einen Betrag von 1500 Pfun/d zur Untersuchung der Gründe für das Auftreten von Fäulnis beim Orangenexport. Diese Untersuchungen werden seit drei Jahren durchgeführt. Ebenso bewilligte die palästinensische Administration einen Betrag von 340 Pfund zur Untersuchung der besten Methoden zur Behandlung der für den Export bestimmten Früchte. Der Empire Marketing Board beteiligte sich ferner mit einem Betrage von 3000 Pfund an der Errichtung und Aufreehterhaltung decr Abteilung für Viehfütterung in Rechowoth, die Fütterungsexperimente durchführt und Futterpflanzen anbaut. Es wurden für diese Abteilung ein Arbeiterhaus, ein Kuhstall und ein Laboratorium eingerichtet. Der Stall enthält heute 30 Stück

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