Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Article
- Touristen [Nachricht]
- Date
- 1931-05-01
- Page
- Seite 231 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Basra 1× ep/1044138
- Haifa 1× ep/1047930
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Tauristen. Der Verkehr war der schwächste seit 1924, insgesamt 58.832 Personen. Die Ziffern der Vorjahre sind 1924: 70.613; 1925: 87.666; 1926: 75.103; 1927: 59.305; 1928: 63.319; 1929: 60.212. Im Jänner 1931: 2778 Touristen und 1714 Rückkehrer. Tarifermäßigung für Zement. Die Bahnfrachten für verschiedene Baumaterialien, insbesondere inländischen Zement wurden bedeutend herabgesetzt. Der Orangenexport über den Hafen von Haifa. In der Saison 1929/30 wurden bereits 357.436 Kisten über Haifa exportiert, das war mehr als ein Sechstel des Exportes (2,039.975 Kisten). Der hauptsächlichste Vorteil gegenüber Jaffa ist die direkte Umladung vom Kai auf das Schiff, indeß in Jaffa Boote verwendet werden müssen. Die Bahn Haifa-Bagdad. Unser geschätzter Mitarbeiter Dr. M. Hecker veröffentlicht in „Mischar we Taassiah" (Märzheft) über diese eine ausführliche Studie, in der er ausführt: Die strategische Bedeutung dieser Bahn für England ist weit geringer, als der Bau der alten Bagdadbahn für die Türkei gewesen wäre. Wirtschaftlich ist die Bedeutung der geplanten Bahnlinie als ziemlich gering anzusehen: der Hauptexport des Irak wird auch weiter über Basra gehen, Persien wird sich durch den Bau einer eigenen Bahnlinie an den Persischen Golf vom Transit durch den Irak freimachen und, soweit Waren vom Irak und Persien an einen Mittelmeerhafen exportiert werden sollen, wird das Automobil auf dieser Strecke dem Eisenbahntransport stets vorgezogen werden. Es ist auch klar, daß von einem Schutz der unter dem Boden laufenden Pipi-Linie durch die über dem Boden laufende Eisenbahn keine Rede sein kann. Nur die Petfroleuminteressenten sind an dem. Bahnbau, der 15 Millionen Pfund kosten wird, interessiert, werden aber nicht imstande sein, die Kosten zu decken, da sonst das ganze Petroleumgeschäft nicht rentabel ist. Der Verfasser schlägt statt der Eisenbahnlinie eine Automobilchaussee vor, die nur ein Fünftel bis ein Sechstel der Bahnlinie kosten würde, alle Aufgaben lösen könnte und rentabel wäre. — Die „Frankfurter Zeitung" berichtet, daß der Bau jetzt begonnen und 1935 fertiggestellt sein soll. Von Haifa geht die Trasse zum Südufer des Tiberiassees und von da nach Kasr Asrak—Rutla—Hit—Bagdad. LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. Verträge mit den Arbeitersiedlungen. Am 31. März wurde im Beisein Weizmanns, der für die JA unterzeichnete, der erste Vertrag zwischen dieser und einer Arbeitersiedlung (Kfar Jecheskiel) abgeschlossen. Die Rückzahlung dauert 50 Jahre. Das Kapital ist 800 Pfund, die Zinsen werden sich auf 40 belaufen. Die Siedler haben fünf (Jahre nach der Konsolidierung mit der Zahlung zu beginnen. In den weiteren zehn Jahren sind bloß die Zinsen, 15 Pfund, später Kapital und Zinsen rückzuzahlen. — Ferner wurden mit der Kwuzoth Sarid und Ginegar die Verträge über den Gesamtbetrag des den Kwuzoth zu gebenden Budgets abgeschlossen, mit der großen Kwuzah En Charod wurde vertraglich festgesetzt, daß die Zahl der anzusiedelnden Familien 105 beträgt. Mit der Arbeiterorganisation wurde vereinbart, daß bei den Verträgen mit den Siedlern in Moschwe Owdin auch die Frau des Siedlers unterschreibt, wobei besondere Bestimmungen für den Fall des Todes eines Ehegatten oder Ehescheidung getroffen wurden.