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Palästina · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 225

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Nichtteilnahme der Araber an der Londoner Konferenz [Nachricht]
Date
1931-05-01
Page
Seite 225 (sequence 2)
Language
German
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nicht die Kundgebung Mae Donalds oder irgend eine andere, diese Politik stützende Erklärung. 3. Die Verhandlungen finden in Palästina mit einer bevollmächtigten Kommission und nicht in London Staate, denn die zu beurteffenae Tätigkeit soll in Palästina stattfinden, so daß sie auch besser hier beurteilt werden kann. 4. An diesen Verhandlungen beteiligen sich die arabischen Vertreter nicht zusammen mit den jüdischen Vertretern. — Wie verlautet, verhandeln die Araber inoffiziell mit der Regierung in Palästina, wenn dies auch von ihnen bestritten wird. Verträge arabischer Staaten. Irak hat mit Hedjas einen Freundschafts- und Schiedsvertrag, mit Transjordanien ein Bündnis, betreffend militärische, außen-» politische und Verkehrsangelegenheiten abgeschlossen. Drei Juden getötet. Am Ostersonntag wurde eine Gruppe jüdischer Arbeiter auf dem Heimweg von der Zementfabrik „Nescher" in die Kwuzah Jadjur überfallen, wobei die Arbeiterin Hinda Fischma'nn, sowie die Arbeiter Schmu] Dischel und Jakob Samir getötet, einige andere verwendet wurden. Der Fall hat ungeheure Erregung unter den Juden ausgelöst, am Begräbnis nahmen 10.000 Menschen teil. Die Nachforschungen nach den Tätern werden von der Polizei eifrigst betrieben. Viele Verdächtigte wurden verhaftet. Friedenspakt zwischen Mozzah und den Arabern. Im Hause des bekannten Bilukolonisten Simon Broze in Mozzah, welche Kolonie im August 1929 überfallen worden war, ist mit Arabern des Nachbardorfes, Kolonia, eine Friedensschlußzeremonie abgehalten worden. Verurteilung von Seiheichs. Wegen des Raubüberfalles vom 8. April auf Nahalal wurden acht Scheichs von Maalul, von denen angenommen wurde, daß sie die Namen der Täter verheimlichen, zur Verbannung und zu Bürgschaftsleistungen verurteilt. Die arabische Exekutive protestierte dagegen. Verurteilte jüdische Kommunisten. Von den zwölf Juden, die anläßlich der Wahlen zur jüdischen Nationalversammlung wegen kommunistischer Agitation angeklagt waren, wurden zehn zu Gefängnisstrafen von zwei bis sechs Monaten verurteilt. Die Einreise für Jabotinsky neuerlich abgelehnt. Diesen Beschluß faßte die Regierung, obzwar Jabotinsky Herausgeber der neuen revisionistischen Tageszeitung „Haam" ist, die seit 24. Mälrz in Jerusalem erscheint. Verschiedene Nachrichten. Bei einem Zusammenstoß auf Wadi Chawareth wurde ein jüdischer Wächter und ein arabischer Hirte verletzt. — Die arabische Exekutive protestierte beim Oberkommissär wegen Verkauf von Böden in Beisan an Juden. — Große Erregung und Demonstrationen hat der Vollzug einer Prügelstrafe an einem zwölfjährigen unschuldigen Knaben verursacht. — Die englische Regierung gab über Anfrage zu, daß in den Gefängnissen Palästinas Gefangenen, welche an einen höheren Lebensstandard gewöhnt sind, eine bessere Verpflegung als normal gewährt wird. — Der Erzbischof von Canterbury wurde vom Gouverneur von Jerusalem daran verhindert, in der Grabeskirche eine Ansprache zu halten, da dadurch der Status quo der Rechte der christlichen Konfessionen gestört werden würde. — Die Shell« Compagnie in Haifa entläßt sukzessive die wenigen jüdischen Angestellten, die

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