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Palästina · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Date
1931-05-01
Page
1 (sequence 3)
Language
German
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PALÄSTINA ZE ITSi.JJT> IFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XIV. Jahrg. Mai-Juni 1931 Nr. 5—6 Aussichten des Kurortewesens in Palästina. Von Dr. med. M. Buchmann, Tiberias. Eine „jüdische Riviera", ein „jüdisches Karlsbad" — sind das nur Träume? Oder sind die klimatologischen und balneologischen Voraussetzungen für die Entwicklung von internationalen Kurorten in Palästina gegeben? Diese Frage ist für das sonst mit Naturschätzen karg bedachte Land auch von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Sie bedarf einer kritischen, vorsichtigen Beurteilung. Palästina liegt an der Mittelmeerküste zwischen dem 31. und 33. Breitengrad (diese schneiden den Nordrand der Sahara; auf gleicher Höhe ungefähr liegt auch Madeira). Sein Klima, das als subtropisch bezeichnet wird, ist charakterisiert durch einen heißen, regenlosen Sommer, die Jahreszeit des Vegetationstodes (ungefähr Mitte Mai bis Mitte November) und einen milden „Winter", die Zeit der Regen, die den Vegetationsfrühling — der so recht im Jänner anhebt — einschließt. Oktober, November sind Uebergangsmonate zum Winter: die extremen Temperaturen lassen nach; im Mai begegnen sich die ersten Hitzewellen mit dem verbleichenden Grün der Felder.*) So schmal der Landstrich Erez Israels auch ist, zeichnet er sieh noch durch große klimatische Binnenkontraste zwischen Bergland und Ebene aus: im Winter kann man vor den rauhen Winden Jerusalems in das warme, palmenreiche Jericho flüchten, im Sommer der Hitze am Kineretsee auf den luftigen Höhen des Karmels entgehen. Im Winter sind also nur die Plätze * der Küstenebene, wie Tel-Aviv, und der Jordansenke, wie Tiberias *) Auch in den Monaten vorher kann der Chamsin (Schirokko) einige heiße Tage schaffen.

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