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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 155

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Eine neue Pflanzungskolonie [Nachricht]
Date
1931-03-01
Page
Seite 155 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Nazareth einen neuen Siedlungspunkt. Von 4000 Dunam Boden, die vom Keren Kajemeth bereits vor dem Kriege gekauft wurden und bis jetzt brach lagen, werden 1200 Dunam im Laufe der nächsten fünf Jahre mit Fichten bepflanzt werden. Auf einem der Hügel, von dem man eine herrliche Aussicht aufs Meer hat, wird ein Steingebäude für die Arbeiter errichtet. Die Siedlung liegt in einqr Entfernung von 15 Minuten zur Straße nach Nazareth. Die nächste jüdische Siedlung ist Nahalal, dessen Boden künftig an die Pflanzungen von Irgun Hakfar grenzen wird. Eine neue Pflanzungskolonie. Die New-Yorker Achusah kaufte 5000 Dunam zwischen Rechoboth und Ber Tobia in der Nähe von Jabneh zwecks Anlage einer Pflanzungskolonie. Rechowoth. In einer Zeitschrift „Bustanai" werden einige Zahlen über die Entwicklung dieser Kolonie gegeben. Bodenfläche 20.960 Dunam, Pflanzungen 14,241 Dunam, Orangen 5360 Dunam; Einwohnerzahl, inklusive Schchunath Marmorek Kwuzah Schiller, Giwa Brenner, Hanoar Haowed, Versuchsstation, 3053, (davon Rechowoth selbst 2284). Unter diesen sind 312 Pflanzer, 970 Arbeiter, 108 Handwerker, 280 Schüler, der Rest freie Berufe, Wächter usw. Das Budget der Kolonie betrug im letzten Jahr 3.648 Pfund. Die Steuerleistung wird insgesamt auf 3.000 Pfund geschätzt. 22 Autos und 8 Lastwagen sind in der Kolonie in Betrieb. Benjamina. In der letzten Saison übernahm die Parfümfabrik (gegr. 1925) 25.537 Kilogramm Blumen, davon 19.417 Kilogramm von den Bauern Benjaminas. Der Preis wurde von 100 auf 90 Mils per Kilogramm herabgesetzt. Hauptsächlich handelt es sich um Jasmin. — Nahe bei Benjamina liegt die Versuchsstation Sarchania der Pica mit Baumschule. Die Arbeiten der Haifa-Bay Development Cy. Wie bekannt hat diese Gesellschaft denn größten Teil ihrer Böden an den KKL verkauft. Dadurch konnten 45.000 Pfund zu Sanierungsarbeiten verwendet werden. Es wurde der alte Fuwarahkanal in der Länge von 5.7 Kilometer fertiggestellt (siehe Nr. 1/2, Seite 69). Ferner wurde das ganze Dar-el-Beda-iQufellgebiet und einige kleinere Sümpfe drainiert. Der Bau der Straße Haifa-Akko wird gemeinsam mit der Regierung fertiggestellt werden. Von dieser wenden eine Reihe von Zufahrtsstraßen nach allen Teilen des Geländes geführt werden. Die Citrusindustrie 1930. Hierüber schreibt Agr. J. Tolkowsky, der verdienstvolle Leiter der Jaffa Fruit Co. und Initiator des Packhauses in Rechowoth in „Palestine and Near East", Nummer 1. Die Saison 1929/30 war bekanntlich schlecht, da die Preise niedrig waren bei großer Ernte (diese überstieg jene von 1926/27 um 700.000 Kisten). Eine große Zahl von Pflänzlingen blieb unverkauft. Die Preise dafür fielen. In der jetzigen Saison wurden bis Ende Jänner 8 bis 12 Shilling für die Kiste erzielt. Seither stiegen die Preise um 2 bis 3 Shilling. Diese Preise sind für die Händler sehr unbefriedigend, so daß, wie vorige Saison, sehr wenig Vorauskäufe im Sommer stattfinden werden. Die amerikanischen Pflanzer erhalten viel höhere Preise trotz minderer Qualitäten nur wegen der Propaganda. Die jüdischen Pflanzer, organisiert in dem „Jaffa Citrus Exchange" schlugen der Regierung vor, von jeder exportierten Kiste eine Abgabe von 4 Mi'l zu erheben, so daß 10.000 Pfund einkommen und mit diesem Gelde eine intensive Propaganda in England und

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