Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Article
- Jüdische Nationalversammlung [Nachricht]
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 150 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ueberführung klären und einen Entwurf vor die kommende Session der Assefath Haniwcharim bringen soll. IV. Zur Frage der Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskrise beschließt die Versammlung, von der 'Regierung und den Stadt- und Gemeinderäten eine stärkere Verwendung jüdischer Arbeiter an dien Arbeiten der Regierung; und der Stadtverwaltungen zu verlangen. V. Die Stärkung der nationalen Fonds in Palästina und im Auslande. In der Erkenntnis der Schwere der Stunde für die jüdische Bevölkerung in Palästina und die zionistische Bewegung appelliert die Versammlung an die jüdische Bevölkerung im Lande und an das ganze jüdische Volk, die nationalen Fonds^ deren Aufgabe die Vergrößerung des wirtschaftlichen Vermögens und die Befestigung der wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Positionen des- Jischuw ist, zu unterstützen. Am Schluß der Tagung wurden in den Waad Leumi gewählt: 11 Mitglieder der Arbeiterpartei, 4 Sephardim, 3 Misrachi, 3 allgemeine Zionisten, je 1 Vertreter der Frauen und der Jemeniten. 5 Sitze wurden den Revisionisten reserviert. Insgesamt sind es 23 Mitglieder. Das Jahresbudget wurde auf 5480 Pfund festgesetzt und soll durch Steuern von 0.1 bis 5 Pfund hereingebracht werden. Die Zusammensetzung der Nationalversammlung. Bei Prüfung der Wahlresultate wurde den allgemeinen Zionisten das fünfte Mandat (David Yellin) abgesprochen und den Revisionisten zuerteilt, die somit 16 Mandate innehaben. Das Einreisevisum Jabotinskys. Eine Abordnung der A. N. begab sich am 12. Februar zum Oberkommissär mit einem Protest dagegen, daß ihrem Mitglied Jabotinsky die Einreise verwehrt werde. Mandatskommission. Vom 14. bis 19. November fand in Genf die 19. Tagung statt. Van Rees äußerte sich, daß es untunlich wäre, über Ton und Inhalt der letzten Erklärung Hendersons zu debattieren, da hiezu bei der künftigen Behandlung der Palästinafrage Gelegenheit sein wird. Präsident Theodoli schloß sich dieser Meinung an und sagte, die Mandatskommission habe durch die nachträgliche Erklärung Hendersons, die Kommission habe nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, die Maßnahmen der M. K. zu kritisieren, eine gewisse Genugtuung erhalten. Orts wies die Vorwürfe der britischen Regierung unter Zustimmung der Anwesenden zurück. — Die Mandatskommission des Völkerbundes wurde für den 15. Juni 1931 zu ihrer 20. Tagung einberufen. Die Tagesordnung siejit u. a. eine Beratung über das englische Weißbuch und über die Politik in Palästina und die Ueberprüfung des Verwaltungsberichtes der britischen Palästina-Administration für das Jahr 1930 vor. vor. Völkerbundrat. In der am 22. Jänner abgehaltenen Sitzung des Völkerbundrates wurde der Bericht der Mandatskommission über deren Novembersitzung vorgelegt. Es wurde beschlossen, die Palästinapolitik in der Sitzung vom Juni zu erörtern. Zertifikate. Diese wurden an die verschiedenen Länder verteilt, darunter 75 an Rußland. Für Februar wurden 291 Immigranten angefordert, die auf Kibbuzim, die eigene Landwirtschaften besitzen, verteilt werden. Ferner sind