Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Article
- Der Brief Macdonald´s an Weizmann : die Agitation Schaukat Alis [Nachricht]
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 147 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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Irak und Syrien, einig zu sein gegen die zionistische Gefahr. In einer darauf folgenden Sitzung erklärte sie, daß es ihr unmöglich sei, auf Grund des Briefes, mit den Juden zu einer Verständigung zu gelangen. Am 15. März wurde von ihr der Boykott ausgesprochen. Die Araber sollen den Juden alles verkaufen, nur keinen Boden, und von ihnen nichts kaufen, außer Boden. Die Agitation Schaukat Alis. Schaukat Ali, der Bruder des in Jerusalem beerdigten Inders Mohammed Ali, hat in Jaffa eine Rede gegen die jüdischen Bestrebungen gehalten. Er sagte dabei, daß der Gfroßmufti die Absicht habe, Jerusalem zum kulturellen Zentrum der mohammedanischen Welt zu machen. Innerhalb von vier Monaten werde Redner in Jerusalem eine mohammedanische Universität errichten. Anläßlich weiterer im ganzen Lande von Sch. A. abgehaltenen Versammlungen, in der er in 'der heftigsten Weise gegen die Juden loszog un!d die Araber gegen sie aufstachelte, kam es häufig zu mohammedanisch-christlichen Verbrüderungen. Antibritische Demonstrationen. Anläßlich der Beerdigung Mohammed Alis am 23. Jänner war es sei^ei^s der Kommunisten zu antibritischen Demonstrationen gekommen. Gegen sieben Juden und sieben Arajber wurde die Anklage wegen Aufreizung erhoben. Fünf Juden und vier Araber wurden wegen Verbreitung aufrührerischer Schriften zu Geldkautionen, resp. Konfiszierung verurteilt. Ein neues Mitglied des obersten mohammedanischen Rates. Die Regierung ernannte an Stelle eines verstorbenen Mitgliedes des Rates den Schech Abdul Schafi. Wie das Organ der deutschen Templer mitteilt, ist dieser ein Parteigänger Naschaschibis und kam im Rat mit den Anhängern der Mufti bereits in so scharfen Konflikt, daß Polizei eingreifen mußte. Die britischen Streitkräfte. Im Unterhaus erklärte Dr. Shiels am 20. Februar, daß die Regierunjg in Palästina zwei Infanteriebatapdlone nebst den zwei schon stationierten Flugzeuggeschwadern und vier Panzerautomobilabteilungen, die für Palästina und Tranjordanien bereits stationiert sind, unterhalten wolle. Konfiskation des „Feiestin". Die arabische Ausgabe des „Feiestin" vom 2. März wurde wegen Ritualmordhetze konfisziert und kurz darauf wegen Beschuldigung eines Judens, Kinder geraubt zu haben. Verschiedene Nachrichten. Die 13 jüdischen Arbeiter, die wegen der Unruhen in Neß Ziona zu je 18 Tagen Gefängnis verurteilt wurden, sind gegen Bürgschaft der Histadruth auf freien Fuß gesetzt worden. — Arabische Blätter weisen Fälle von Sklaverei bei den Arabern \ durch Kinderkauf nach. — Col. Kish und David Yellin besuchten Mitte Februar den Exkönig Hussein, der gegenwärtig bei seinem Sohn Emir Abdullah in Amman weilt. OEFFENTLICHE VERWALTUNG. Die Amtsdauer des Oberkommissärs. Es verlautet, daß Sir John Chanceller^ dessen Amtsdauer Ende Juni 1931 abläuft, nicht weiter Oberkommissär bleiben wird. Beamtenrücktritte. Der Stellvertreter des Chief Secretary Mr. Mills und der Befehlshaber der Polizei Mr. Mawrogordato werden in Kürze ihre Aemter verlassen.