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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 146

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Der Brief Macdonald´s an Weizmann : die Authenzität des Dokumentes [Nachricht]
Date
1931-03-01
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
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„Es wird in dem Text des Briefes klargemacht werden, daß er zu lesen ist als die autoritative Interpretation des Weißbuches hinsichtlich der An^ gelegenheiten, mit denen sich der Brief beschäftigt. Es wird kein Zweifeil gelassen werden hinsichtlich des offiziellen Charakters des Briefes. Er wird als ein offizielles Dokument dem Völkerbund übermittelt und als eine Instruktion an den High-Commissioner in eine an ihn gerichtete Mitteilung aufgenommen werden." Durch diese Erklärung steht fest, daß der Brief Macdonalds von der englischen Regierung als Dokument von international verpflichtetem Charakter angesehen und demgemäß behandelt wird. Der Brief wurde auch dem Unterhaus unterbreitet. Die Uebermittlung des Briefes an das Generalsekretariat des Völkerbundes ist bereits erfolgt. Die Antwort Weizmanns. In seinem Antwortbrief vom 13. Februar d. J. sagt Weizmann, die JA kämpfte für Rechte, die nach ihrer Ansicht durch das Weißbuch verletzt worden waren. Nach der Erklärung Macdonalds im Parlament hat die Regierung die Basis für die Kooperation der JA mit der Mandatarmacht wieder hergestellt. Hoffentlich werden die drei Parteien, Regierung, Araber und JA zusammenkommen und einen konstruktiven Plan für das künstliche Wohl und die Entwicklung von Palästina ausarbeiten. Die weiteren Verhandlungen. Der zweite Teil der Verhandlungen der JA mit der britischen Regierung wird über Einwanderung und Advisory Council geführt werden. Zu diesen Verhandlungen soll Dr. Ruppin nach London kommen. Der Zeitpunkt steht wegen dringender Verhinderung Hendersons noch nicht fest. Der Eindruck bei den Juden. Die zionistischen Kreise, mit Ausnahme der revisionistischen, sehen im allgemeinen den Brief Macdonalds als eine Wiedergutmachung des den Juden durch das Weißbuch angetanen Unrechts und eine Basis für eine Zusammenarbeit mit der Regierung an. Jabotinsky, der Führer der Revisionisten, gab in einer Rede am 15. Februar in Paris zu, daß der Brief einige sympathische Punkte, doch auch negative Punkte enthalte. Die vollständige Lösung sei aufgeschoben, bis es zu einer Verständigung zwischen Juden und Arabern gekommen sei, die Administration (Oberkommissär) werde die Kontrolle der Bodenkäufe führen u. a. m. Die Schaffung eines Advisory Council sei nicht aufgegeben. Der Brief sei keine Basis der Kooperation mit der britischen Regierung. Proteste der Araber. Eine Delegation der arabischen Exekutive übergab dem Oberkommissär einen Protest gegen den Brief von Macdonald, in dem es heißt, daß dieser dem Weißbuch vollkommen widerspreche, da er Bodentransaktionen, heterogene Einwanderung und Beschäftigung von Juden bei öffentlichen Arbeiten vorsehe. Eine Verständigung beider Parteien ist dadurch unmöglich gemacht worden. Die Araber erwägen einen Boykott der Juden. Am 19. Februar d. J. veröffentlichte der Oberkommissär eine Mitteilung des Staatssekretärs für Kolonien, der Brief Macdonalds diene nur dazu, Mißverständnisse zu beseitigen, aber nicht die Politik zu ändern. — Im ganzen Lande fanden arabische Protestkundgebungen statt. „Feiestin" sagt, der Brief Macdonalds sei die Annullierung des Weißbuches. Er könne unmöglich als Basis eines Ausgleiches mit den Juden dienen. — Die arabische Exekutive erließ am 16. Februar einen Aufruf an das arabische Volk, auch jenes von

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