Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Article
- Lebenskostenindex [Nachricht]
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
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HANDEL UND KONSUM. Lebenskostenindex (laut „Commercial Bulletin") 1922 Jänner 100% 1930 August 59-3 September 62*3 Oktober 60*4 Großhandelsindex 1929 ist gleich 100 Prozent 1. Getreide 2. Andere Nahrungsmittel u. Obst 3. Brennstoffe und diverse Zahl der aufgenommenen Artikel 13 34 11 Aug. 82.6 83.5 92.2 Sept. 82.1 82.4 89.8 Okt. 78.8 79.4 87.1 58 86.0 84.7 81.7 Fallimente. Die schwierige Lage drückt sich (nach dem „Commercial Bulletin") in einer Zunahme von Zahlungseinstellungen aus. Im ersten Semestei* 1930 wurden bei Gericht solche mit Gesamtschulden von 150.000 Pfund angemeldet. Außerdem gibt es zahlreiche außergerichtliche Arrangements, bei denen sich die Schuldner mit 30 bis 50 Prozent in langjährigen Raten ausgleichen. Hauptgrund ist der Preisfall in Getreide und anderen Artikeln, und damit der Rückgang der Konsumkraft. Das „Commercial Bulletin" stellt aber fest, daß die Lage in Palästina viel besser ist als jene in Syrien und Aegypten. Die Loanbank Lt»d. In Nummer 10 von „The New Palestine" schreibt Ing. Emanuel N. Mohl über diese Bank, deren ^Leiter er ist. Sie wurde im Krieg vom „Joint" gegründet und 1924 von ihm einem amerikanischen Fonds übergeben. Sie ist die Bank des kleinen Mannes. Bei Stellung zweier Garanten gewährt sie kleine Darlehen von maximal 50 Plfurid zu normalen Bankzinsen (derzeit 9 Prozent im vorhinein), wodurch sie wirksam den Wucher bekämpft. Sie gibt auch Arabern Kredite, diese machen vom ihrer Klientel perzentuell aus: in Safed 25, Haifa 3, Tiberias 15 <Prozent. Anglo Pafiestine Cy. Die änderte ihren Namen in Anglo Palestine Bank Ltd. Arbeiterkonflikte in den alten Kolonien. In Ness Zionah kam es anfangs Dezember zu Unruhen von jüdischen Arbeitslosen, die verlangten, an Stelle von Arabern eingestellt zu werden. 16 Arbeiter wurden verhaftet und davon sechs zu je drei Wochen Gefängnis verurteilt. Petach Tikwah will mehr jüdische Arbeiter beschäftigen, aber zu herabgesetztem Lohn, worauf die Arbeiter nicht eingingen. — Exekutive und Waad Leumi richteten einen Appell an beide Teile, eine Verständigung herbeizuführen, bei unverändertem Lohnniveau. — Mitte Dezember kam es trotzdem zu Konflikten in Petach Tikwah, wo 63 Arbeiter verhaftet und bedingt zu einem Monat Gefängnis gegen Bürgschaft von 20 Pfund verurteilt wurden. — Wie „JD'awar" mitteilt, sind die Ernten von 57 Plantagen an arabische* Händler verkauft worden, und, obzwar der Distriktskommissär selbst den Pflanzern empfohlen hatte, von diesen jüdische Pflückarbeit zu verlangen, ist dies in keinem Fall geschehen. Das Anbot der jüdischen Arbeiter, in Akkord zu pflücken, was nur verschwindend KREDIT. ARBEIT.