Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Article
- Die Organisation der Orangenproduktion [Nachricht]
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 2)
- Language
- German
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nossenschaften und Packhäuser bestehen. Die lokalen Genossenschaften müssen; unabhängig von der zentralen Gesellschaft sein, die sie nur zur Vermittlung der Verkäufe benützen. Sie müssen Mittel beisitzen zur Errichtung von Packhäusern, auch von Maschinen und Ausrüstung, Betriebskapital, teilweise zum saisonmäßigen Ankauf von Packmaterial. Die Exchange-Gesellschaft hat die Aufgabe für Verkauf, Propaganda, .Senkung der Vertriebskosten, Verbesserung der Erucht unjd der Packung, Steigerung des -Kon(su(ms, und die Rechnungsaufsicht übei d^e Genossenschaft zu sorgen. (Der Artikel ist auch als Sonderdruck erschienen,) Die Orangensaison. Man schätzt einen Minderertrag von 20 bis 25 Prozent gegen die vorjährige Rekordernte. Dieser Ausfall wird dadurch gedeckt werden, daß zirka 20 Prozent aus Ernzen vcm neuen Pflanzungen, die jetzt zum erstenmal Früchte tragen, hinzukommen werden. Die Grapefruchl. In Nr. 11 von „Hadar" schreibt Ing. Tolkowsky über die Zukunft dieser Kultur. Gegenwärtig sind 3000 D.utaam damit bepflanzt, davon 1000 volltragend. Für diese Saison rechnet man mit einem Export von 50 bis 60.000 Kisten. In 7 bis 8 Jahren werden die gegenwärtig schon bepflanzten Flächen eine Exportmenge vom 3 bis 400.000 Kisten ergeben. Zwar nimmt der Konsum von Grapefrucht stark zu, aber die Preise fallen und Amerika sowie Südafrika liefern zur selben Jahreszeit wie Palästina: Herbst und Winter. Aber in den Erzeugungskosten stellt sich die Kiste, in EJnglarid geliejfert für pal. Frucht nur auf 12 Shilling gegen 15 für Süda-frika, 15 bis 16 für Florida, Porto-Rico usw., 18 für Kalifornien und Texas. Selbst in Kanada kann noch die palästinensische Frucht mit der amerikanischen konkurieren, obzwar sie gleichwertig in Qualität ist. Aber der britische Markt verlangt eine Frucht die kleiner ist als die palästinensische. Diese müßten daher nach dem Kontinent exportiert werden. Auch müßte für die Fallfrüchte eine Fabrik zur Erzeugung von Saft und Zucker errichtet werden. Verschiedene Nachrichten. Eine Gruppe des „Noar owed" hat sich bei Naaneh, eine halbe Wegstunde von Ekron auf 260 Dunam (von 1200) niedergelassen. Auf den restlichen Flächen pflanzt die Gesellschaft „Gan Hadar" Orangen, wodurch die neuen Siedler Arbeitsgelegenheit finden. — Die Siedlung Gan Haschloschah bei Petach Tikwah zählt jetzt 185 Mitglieder gegen 135 im Vorjahr. STAEDTE. Jerusalem, Erhöhte Bautätigkeit 1930, Ist schon im Jahre 1929 um über 1 Million Pfund mehr in Bauten investiert worden wie 1928 (siehe „Industrie"), so hielt auch 1930 die starke Bautätigkeit an. In den neuen jüdischen Vierteln Rechawiah, Talpioth, in der Gegend des neuen Handelszentrums usw. wurde stark gebaut. Einzelne Riesenbauten, wie Residenz des High Commissionars, HoteJ King David, Barcleys Bank sind fertig oder in Vollendung begriffen, andere große Bauten in Vorbereitung. In kurzer Zeit wurde däe ganze Geschäftsstadt modernisiert. Das Hotel King David eröffnet. Dieses große, moderne Hotel mit zwei-