Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Article
- Bodenkauf bei Herzliah [Nachricht]
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Omar. Durch den Abschluß des neuen Kaufs wird der Bezirk an der Meeresküste auf rund 50.000 Dunam gebracht, die sich jetzt in jüdischen Händen befinden und zum allergrößten Teil durch die PLDC. erworben wurden. Ramath Hascliaron. Diese neue, zweieinhalb Jahre alte Pflanzungskolonie liegt eine halbe Stunde von Herzliah entfernt, zählt bereits 250 Einwohner. 600 Dunam Orangen sind gepflanzt, weitere 200 sollen angelegt werden. Jeder Siedler hat zirka 8 bis 12 Dunam. 50 große Betonställe, ein großer Wasserturm, eine Palmenallee usw. finden sich bereits in dieser jungen Kolonie. Versuchsstation in Rechoboth. Am 8. Jänner fand die Grundsteinlegung für die Neubauten der landwirtschaftlichen Versuchsstation statt. N'we Israel. Die Jugendgruppe der Agudas Israel hat vor längerer Zeit bei Jerusalem Boden für Gemüsebau und Milchwirtschaft erworben. Mangels Mitteln wurde bisler nicht kolonisiert. Nun hat die Gesellschaft Schaare Chesed beschlossen, jedem Kolonisten, der dort arbeiten will, ein zinsloses Darlehen von 1400 Pfund, rückzahlbar in 14 Raten, zu gewähren. Regierungshilfe wegen Mäuseschäden. 35.000 Pfund werden in Form kurzfristiger Darlehen gegeben werfden. D^r Einzelbetrag darf 15 Pfund nicht überschreiten. Wie bekannt, haben auch J. A. und Pica größere Beträge für die jüdischen Wirtschaften bereitgestellt. Die Mäuse wurden durch Flammenwerfer und Giftkörner erfolgreich bekämpft, auch im Süddistrikt, wo die Plage gleichfalls auftrat. Ergebnisse der Viehzählung. Die Viehzählung, die im Jahre 1930 in Palästina durchgeführt wurde, hat folgendes Ergebnis gehabt: 145.991 Stück Rindvieh, 13.674 Pferde, 5258 Maultiere, 76.961 Esel, 25.326 Kamele. Diese Ziffern werden aber von der Regierung als zu niedrig betrachtet, da sie auf den Angaben der Muchtare beruhen. Besonders dürfte die Ziffer für Rindvieh einer korrekten Unterlage entbehren und nach Meinung der Regierung um 40.000 Stück zu niedrig angegeben sein. Die Geflügelzucht. Anläßlich einer Tagung der jüdischen Geflügelzüchter wurde bekannt, daß fast alle Inkubatoren besitzen und mit einem Durchschnittsbetrag von 120 Eiern pro Henne und Janr gerechnet wird. Die Wirtschaften haben ihre Produktion erhöht und ziehen große Einnahmen aus der Eierproduktion. Infiatböden. In dem Rechtsstreit über diese bei Chedera liegenden Böden hat das Kreisgericht Haifa den Einspruch der Araber abgelehnt. Die Organisation der Orangenproduktion. Wir haben in Nr. 10/11 die Studie von Dr. Viteies über den Orangenbau auszugsweise wiedergegeben. In Nr. 7/8 von „Hadar" beschäftigt sich derselbe Autor mit der Frage der Organisation in diesem Produktionszweig. Genau so wie in Kalifornien eine „California Fruit Growers Exchange" besteht, soll in Palästina eine solche Gesellschaft gegründet werden. Nötig ist die Organisation der Pflanzer in lokalen Ge<- nossenschalften und die Zusammenfassung dieser in zentrale Landesgesellschaft. Von der Lösung dieser zwei Fragen hänjgt jene der Organisation von Verschiffung und Verkauf ab. Die lokalen Organisationen sollen wenigstens 10 Pflanzer und 1000 Dunam in einer Kolonie und in der Nähe eines zentralen Packhauses umfassen. In den größeren Kolonien können mehrere Ge-