Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Article
- September [Nachricht]
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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In der Einfuhr zeigen ein größeres Plus in Pfund: Lebendes Vieh, 9200, Kohle 1900, Baumwollwaren 11.000, Seidenwaren 19.000, Benzin 9000, dagegen weniger: Bauholz 12.600, Holz für Qrangenkisten 12.100 usw. In der Ausfuhr sind am Ausfall hauptsächlich beteiligt: Wassermelonen 5400, Sonnenblumenöl 2600, Schaf- und Ziegenhäute 4300. Der Orangenexport. Für die Saison 1930/31 w7ird berechnet, daß im Gegensatz zu früher der Exporthandel sich überwiegend in jüdischen Händen befinden wird, da die arabischen Exporteure, die die Eimte schon am Baum kauften, und in den letzten Jahren größe Verluste erlitten, sich vqrn diesem Geschäft zurückziehen). Schätzungsweise werden in der laufenden Saison durch jüdische Exporteure zwei Millionen Kisten, durch arabische bloß 615.000 verschifft werden. Zollfreiheit nach Syrien. In einer besonderen Ausgabe der „Official Gazette" werden offiziell die in Erez Israel erzeugten Waren angegeben, die entsprechend dem syrisch-palästinensischen Handelsabkommen zollfrei nach Syrien eingeführt werden können* In der Zeitung sind auch die Nia«men der Produzenten angegegeben. Im Verzeichnis überwiegen durchaus die Erzeugnisse jüdischer Industrien wie: Textil-, Schuh-, Bekleidungs-, Kartonagenwaren, Blechdosen, Hüte, Bisquits, Spiegel, Weine, Drucksachen. Zoll Schwierigkeiten mit Aegypten. Wie schon berichtet, hat Aegypten vor kurzem den Zoll auf Orangen, Bawaixen und andere Früchte, sowie Wassermelonen und Seife, also alle wichtigen Ausfuhrprodukte Palästinas, erhöht. Die Pflanzer Pajästinajs haben sich a)n die Regierung mit der Bitte um Intervention gewendet, ebenso die arabischen Kaufleute. Forderung eines Schutzzolles auf Lederschuhe. Infolge der Schleuderkonkurrenz des tschechoslowakischen Schuhfabrikanten Bata auf dem palästinensischen Markt hatten sich die jüdischen und arabischen Schuhhersteller zu gemeinsamen Abvvehrmaßnahmen vereinigt. Die arabische Presse trat gegen eine solche Vereinigung auf. Der jüdische Industriellenverband verlangte die Einführung eines entsprechenden Schutzzolles. Handelsvertrag mit Japan. Dejr Handelsvertrag Englands mit Japan wurde ab 1. Juli 1930 auch auf Palästina ausgedehnt. VERKEHR. Touristen 1930. August: 4709 und 3270 Rückkehrer; September: 4612 und 3711 Rückkehrer; Oktober: 4234 und 3438 Rückkehrer. Schiffahrtslinien. Das „Commercial Bulletin" vom 1. Oktober 1930 zählt über zwanzig Linien auf, die regelmäßig palästinensische Häfen anlaufen. An der Spitze steht der Lloyd, der 1929 Haifa mit 107, Jaffa mit 97 Schiffen anlief. Die Nescher-Fabrik und die Vacuum Oil Cy haben eigene Linien. Linie Triest—Jaffa. Vom 31. Dezember an wird auf dieser direkten Linie des Lloyd jede Woche, abgehend von Triest jeden Donnerstag, von Jaffa jeden Mittwoch ein Schiff verkehren, das auch Cypern berühren wird. Die Orangentnansporte über Haifa. Diese Route wird jetzt doppelt so stark benützt wie im Vorjahr. Eine weitere Erhöhung erhofft man vor der Fertigstellung des Hafens. Die Entwicklung des Küstenverkehrs. Ueber diesen Gegenstand veröffentlicht „Falestine and Near East" eine Abhandlung von A. Bajevsky. Gegen-