Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Article
- Der Entwicklungsplan Simpsons - Die Siedlungsmöglichkeiten Palästinas
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
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teile der Verbleibenden zu verwenden.6) Innere Migration und Umgruppierung der Bevölkerung kann genau so gut wie innerhalb der Grenzen des Westjordanlandes auch im Rahmen einer größeren geographischen Einheit, des gesamten Palästina vor sich gehen. Die Verpflanzung der Fellachen — die, wie Simpson mitteilt, immer, und auch jetzt, hin- und herziehen — aus den Gebirgsbezirken nach Trans Jordanien, hat, im Vergleich zu ihrer Versetzung in die Ebenen des Westjordanlandes, viele Vorteile. Auf den hohen Plateaus Transjordaniens wird der ans Gebirge gewöhnte Bauer eine seinen bisherigen Lebensbedingungen verwandtere Umgebung finden, als auf dem Flachlande des westlichen Palästina, wo er sich erst neuen Verhältnissen anpassen muß. Aber auch das Westjordanland allein bietet neben der vorhandenen Bevölkerung noch vielen jüdischen Siedlern Platz. Simpsons Berechnungen der kultivierbaren Flächen dieses Teiles Palästinas gehen über Mutmaßungen nicht hinaus und können keineswegs als zuverlässiger gewertet werden als alle anderen Mutmaßungen. Wir sind mit Simpson der Meinung, daß, solange eine genaue Vermessung des Landes nicht vorliegt, die für landwirtschaftliche Bearbeitung geeignete Fläche nicht festgestellt werden kann.7) Deswegen läßt sich auch keineswegs die These verteidigen, daß kein Raum für neue Siedler vorhanden ist. Jeder, der Palästina kennt, weiß, daß es im Lande noch große Strecken unbearbeiteten Bodens gibt. Die tatsächlich bebaute Fläche Palästinas läßt sich ungefähr in der Weise feststellen, wie wir die der Wakf-Ländereien in Kapitel 3 dieser Abhandlung errechnet haben. Der Ertrag laut Schätzung aus dem Durchschnitts oscher stellt sich auf 225,849,661 paL Pfund. Demnach beträgt das gesamte bearbeitete Areal 4,153.000 Dun am (inklusive 7 Prozent palästinensische Brache). Selbst bei der Annahme der durch Simpson festgestellten kultivier baren Fläche des Landes ergibt sich, daß noch 2,391.000 Dunam unbearbeitet liegen. Es gibt aber keinen Grund zur Annahme, daß die Simpsonsche Schätzung der kultivierbaren Fläche Palästinas der Wirklichkeit mehr entspricht, als alle vorübergehenden. Wir sehen deshalb nicht ein, warum zum Beispiel die bisherige offizielle Schätzung der Regierung, die den vom Commissioner of Lands festgesetzten Zahlen entspricht, durch die Simpsonschen ersetzt werden sollen. Nach der Schätzung des Commissioner of Lands gibt es in Palästina 6) Report, p. 146. 7) Report, p. 144.