Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- 1 (sequence 3)
- Language
- German
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XIV. Jahrg. Jänner—Feber 1931 Nr. 1 Der Entwicklungsplan Simpsons — Die Siedlungsmöglichkeiten Palästinas. Von Dr. A. Granovsky, Jerusalem. Der nachstehende Aufsatz ist ein Kapitel eines im Erscheinen begriffenen Buches des Verfassers „iDie Bodenfrage und der jüdische Aufbau in Palästina". Kritisches zum Bericht von Sir John Hope Simpson. (Verlag C. Barth.) Seine Schlußfolgerung, daß freies Land weder für neue jüdische Ansiedlung, noch für die vorhandene Fellachenbevölkerung verfügbar sei, erklärt Simpson damit, daß der Boden nicht hinreichend ausgenutzt wird. Nur durch Intensivierung der Landwirtschaft könnte Boden für Kolonisation gewonnen werden. Diesem Zwecke dient der von ihm entworfene Entwicklungsplan. Vor allem sollen die Arbeitsmethoden der Fellachen auf unbewässertem Boden verbessert, und überall, wo es möglich ist, Irrigationsanlagen eingerichtet werden, damit er aus einer kleineren als der bis jetzt von ihm bearbeiteten Fläche ein erträgliches Auskommen erzielen kann. Nachdem diese Vorbedingungen erfüllt sind, müßten die Flächeneinheiten der Fellachenwirtschaften von neuem festgesetzt werden, um den durch die Intensivierung gewonnenen Ueberschuß an Land für neue Ansiedlung zu erhalten. Sollte eine solche Entwicklung durchgeführt und die Produktivität der kultivierbaren Böden in den Ebenen durch Bewässerungsanlagen gesteigert werden, so würde laut Simpson unfraglich genügend Land für Kolonisierung der Fellachen und einer hinzukommenden jüdischen Bevölkerung vorhanden sein.1) i) Report, p. 143.