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Palästina · 1930-12-01 · Heft 12 (Dezember 1930) · p. Seite 456

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 12 (Dezember 1930)
Article
[Rezension] / ad. bm.
Date
1930-12-01
Page
Seite 456 (sequence 2)
Language
German
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arbeiter zu werden, schon in seinem Geburtsland (Rußland) ein Führer und Lehrer der Jugend und der neuhebräischen Renaissance gewesen war. 18 Jahre lang, bis zu seinem Tode (1922), war er in Palästina in verschiedenen Kolonien als Arbeiter tätig, zuletzt in Daganiah, er wurde der Schöpfer und Führer der Hapoel-Hazair-Partei, die in Gordons Gedanken und der persönlichen Wirkung, die er auf seine Anhänger ausübte, ihre Wurzel hat. — Die Wirkung seiner Persönlichkeit wird ungeschwächt weiter bestehen wegen des Wahrheitsgehaltes seiner Gedanken und des Beispiels, das er durch seine Lebensführung gegeben hat. Es ist eine dankenswerte Tat des Jüdischen Verlages, daß er A. D. Gordon, diese zentrale Figur der jüdischen Wiedergeburt, in Erez Israel, auch dem nicht hebräisch Lesenden durch die Publikation einiger seiner wichtigsten Aufsätze vor Augen führt. ad. bm. Juden und Araber in Palästina. Von Dr. Alfred Wiener. Phil overlag, Berlin. 53 Seiten. — Der Verfasser, dessen Buch „Kritische Reise durch Palästina" wir im Jahrgang 1928 (Seite 203) seiner parteiischen Haltung halber ziemlich ablehnend besprechen mußten, zeigt in dieser neuen Publikation eine bemerkenswerte Objektivität. Die Schrift ist eine sehr gute Materialsammlung. Allerdings ist auch aus ihr der Standpunkt des Verfassers durchzumerken. Wozu dient in einem solchen Buch der Nachweis, daß in Deutschland die Nichtzionisten dreimal stärker sind als die Zionisten (Seite 36, Anmerkung), daß die Jewish Agency nicht das ganze Judentum erfaßt (Seite 37, Anmerkung)? Bezeichnend ist auch die fortwährende Heranziehung und Belobung des Buches von Topf, das, wie hier ausgeführt wurde, gerade im Abschnitt „Palästina" kaum mehr als ein Pamphlet ist, und jenes von Schwarzenberger, das keinen einzigen neuen Gesichtspunkt enthält. Immerhin ist die Schrift im wesentlichen, das heißt in der Hteranholung (weniger in der Auswahl) des Materials, sowie in seiner Tendenz, den pazifistischen Geist unter den Juden zu stärken, und einer friedlichen und offenen Verständigung mit den Arabern das Wort zu reden, begrüßenswert. Es ist auch sehr erfreulich, daß die Haltung des Verfassers gegenüber dem Zionismus eine viel objektivere und wohlwollendere ist, als in seinem ober wähnten, vor zwei Jahren erschienenen Reisebuch. f. m. Herausgeber und veranlwortl. Redakteur: Adolf ftöhm, Wien, XVi,, Wühelrninenstreße 28. Eigentum u. Verlag: C. ßarih, Wien, I., He6g. 7. - Druck: Josef Hajtk's Nflg, Fiiedr. Hoher & Co., Wien. XVü„ Kalvarienbergg. 32

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