Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1930)
- Article
- Fahnenverbot [Nachricht]
- Date
- 1930-12-01
- Page
- Seite 449 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Fahnen verbot. Die Polizei hat ein solches für den Distrikt Jerusalem auf drei Monate erlassen. Finanzen. Das Defizit der ersten acht Monate betrug rund 40.000 Pfund. JEWISH AGENCY. 1500 Zertifikate bewilligt. Am 8. November hat die Regierung 1500 Arbeiterzertifikate für die nächsten sechs Monate freigegeben. Sitzung des Zionistischen A. C. Vom 4. bis 10. November fand in London eine Sitzung des Zion. A. C. statt. Es wurde beschlossen, den 17. Kongreß für den 24. Februar einzuberufen. Inzwischen soll die Exekutive, die bis dahin im Amt bleibt, durch ein politisches Komitee unterstützt werden, bestehend aus Dr. Eder, Dr. Nahum Goldmann, Leo Motzkin, einen Vertreter der amerikanischen Zionisten und einen des Waad Leumi. Es wurde gegen das neue Weißbuch Protest erhoben und der Beschluß des Waad Leumi, wegen Nichtbeteiligung der Juden an den Wahlen zum Legislative Council bewilligt. Ferner wurde P'rqtest. gegen die Verweigerung der Einreise Jabotinskys erhoben. Mandatskommission. In der Sitzung vom 4. November gab der Vorsitzende, Graf Theodoli, die Erklärung ab, daß inzwischen Statement und Simpsonbericht erschienen sind. Van Rees beantragte, daß die Besprechung des Kommentars Hendersons zu dem Bericht der Mandatskommission noch auf die Tagesordnung dieser Session gesetzt werde. Eine prinzipielle Aussprache über die neuen Dokumente dürfte erst auf einer außerordentlichen Tagung stattfinden. Die Wahlen zur jüdischen Delegiertenversammlung (Assefath Hanichwarim) der Knesseth Israel. Die zentrale Wahlkommission für die Wahlen der Assefath Hanichwarim hat soeben die Bestimmungen für diese Wahl veröffentlicht. Das aktive Wahlrecht ist an die Erreichung des 20., das passive Wahlrecht an die Erreichung des 25. Lebensjahres gebunden. Die Wahlkandidaten müssen eingeschriebene Mitglieder der Knesseth Israel sein, mindestens ein Jahr in Palästina wohnen und hebräisch lesen und schreiben können. LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. Die Weizenkultur. Ueber dieses Thema gibt der Cerealien-Fachmann der Zion. Versuchsstation, Dr. L. Pinner, eine Arbeit heraus, die als Heft 2, Band V, des Bulletin of „The Palestine Economic Society", soeben erschienen ist. Wir entnehmen der ausführlichen Arbeit einige Daten (Vergl. dazu den Auszug aus einem Artikel desselben Autors unter „Die Weizenbilanz", Nr. 6, Seite 224): In der Saison 1926/1927 waren nach der Zehentschätzung 133.512 ha mit Weizen bebaut. In Wirklichkeit dürften es 150 bis 160.000 ha. gewesen sein. Dies macht zirka 40 bis 45 Prozent der gesamten, für Weizenanbau geeigneten Fläche aus. Das von den Juden bebaute Areal beträgt nur zirka 5500 ha,