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Palästina · 1930-12-01 · Heft 12 (Dezember 1930) · p. Seite 435

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 12 (Dezember 1930)
Article
Die Notwendigkeit eines Bewässerungsinstitutes
Date
1930-12-01
Page
Seite 435 (sequence 4)
Language
German
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Das Institut sollte in ständiger Fühlung mit all jenen sein, welche an seiner Arbeit direkt interessiert sind. Durch Flugschriften und Berichte sollte es von Zeit zu Zeit über die Resultate seiner Erforschungen informieren. Es würde durch Fragen, die von Zeit zu Zeit gestellt und deren Erhebung veröffentlicht werden würde, sie anleiten, an seiner Arbeit teilzunehmen. In bezug auf die allgemeinen Probleme hätte das Institut in ständigem Kontakt mit ähnlichen Institutionen anderer Länder zu bleiben und besonders darauf bedacht sein, fortlaufend Nachrichten von wissenschaftlichen Institutionen oder Beobachtungsstationen benachbarter oder solcher Länder, die Erfahrung in Bewässerungsproblemen haben, zu erhalten. Durch eine solche Tätigkeit würde das Institut in der Lage sein, nahezu vollkommene Untersuchungsbedingungen zu schaffen. Das würde eine wissenschaftliche Arbeit von zweifellos großem praktischen Wert ermöglichen. So würde das Institut eine beratende Körperschaft werden, an die sich alle Interessenten von Bewässerungsangelegenheiten wenden würden. Es würde sich bemühen, Informationen über die rationelle Nutzung und Verwaltung von Wasser zu verbreiten. Diese aufklärende und erziehliche Tätigkeit, zu der. das Institut geeignet gemacht werden muß, ist eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Bereits wurde die Aufmerksamkeit der Expertenkommission der JA auf die Möglichkeit gelenkt, daß die Wasserreserven der Küstenzonen infolge der Ausdehnung der Pflanzungen abnehmen könnte. Das T ä t i g k e i t s p r o gr a m m des Bewässerungsinstitutes- Nach dem Gesagten ist es klar, was das Institut zunächst zu tun hätte. Am Anfang würde es sich darauf beschränken, all die wichtigen und dringenden Probleme der Irrigation in Palästina im kleinen Maßstab zu bearbeiten. Gradweise wird aus diesem Keime als Grundlage der zukünftigen Arbeit, die Tätigkeit sich ausdehnen. Daher wird das Institut von Anfang an in sein Programm alle Fragen der Irrigation einschließen. Die Ausdehnung und Vervollständigung ihrer anfänglichen Tätigkeit wird von der künftigen Entwicklung des Instituts und dem Wachsen der ihm zur Verfügung stehenden Mittel abhängen. Das Tätigkeitsprogramm wird daher umfassen: 1 Hydrographie: Registrierung der Herkunft des Oberflächenwassers und seines Charakters, Studium der Bedingungen des Untergrundwassers und seiner Ausbeutung, des Regenwassers und seiner Nützung durch Aufspeicherung in künstlichen Zisternen. 2. Allgemeiner Plan für die Nutzung der Wasservorkommen Palästinas. 3. Programm und praktische Ausführung von Bewässerung in Hinsicht auf die besonderen örtlichen Bedingungen und landwirtschaftlicher Vorhaben. 4. Administration und juridische Prinzipien der Bewässerung. 5. Die allgemeine wirtschaftliche Seite der Bewässerung. Eine wassertechnische Tätigkeit soll im Programm des Instituts nicht enthalten sein. Es wäre wünschenswert und wichtig, daß die Tätigkeit des Instituts auf die große Zahl von Fragen und Erfahrungen all jener Institutionen in Palästina ausgedehnt werden würde, welche an der Nutzung des Wassers interessiert sind.

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