Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1930)
- Article
- Der Bericht Sir John Hope Simpsonś
- Date
- 1930-12-01
- Page
- Seite 432 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Zulassung von Siedlern ist möglich nach durchgeführter Entwicklung. Es ist mein persönlicher, auf die von mir durchgeführten Untersuchungen und meinen Inspektionen gegründeter Glaube, daß mit einer durchgehenden Ent^ wicklung des Landes Raum nicht nur für die gegenwärtige landwirtschaftliche Bevölkerung bei einem höheren Lebenstandard, als sie ihn gegenwärtig genießt, vorhanden sein wird, sondern auch für nicht weniger als 20.000 Siedlerfamilien außerhalb des Landes. Notwendigkeit vereinter Bemühungen. Jeder Entwicklungsplan bietet ernste Schwierigkeiten. Ohne daß ein derartiger Plan sowohl von Juden als von xArabern akzeptiert wird, kann er sehr leicht mil&Üngen,. Von beiden verlangt? er Unterstützung, falls er den erwünschten Erfolg haben soll, nämlich den Aufbau eines vernachlässigten, doch historischen Landes mittels moderner Methoden, durch die gemeinsame Anstrengung der beiden großen Teile seiner Bevölkerung und durch die Unterstützung der Mandatarmacht. Die Notwendigkeit eines Bewässerungsinstitutes* Von Ing. R. Riftin, Tel-Aviv, Der Autor war durch Jahre beim Wasseramt der PEZ beschäftigt. Als ich im April und Mai 1928 da's Land bereiste, war ich zum erstenmal betroffen durch den Mangel an Methoden in der Bewässerung und ihres geringen Umfanges. Heute, nach zweijährigen Beobachtungen in meiner Praxis als Wassertechniker in Palästina kann ich feststellen, daß wir noch immer im Dunklen tappen, da wir keine wissenschaftlich und experimentell gesicherte Grundlage in einem solchen Ausmaß haben, daß die Bewässerung in Palästina in rationeller Weise ausgeführt und entwickelt werden könnte. Die zahlreichen Fälle, in denen dadurch Schaden angerichtet worden ist, sind allgemein bekannt und leicht nachzuweisen. So zum Beispiel wurden Investitionen entweder nicht in der richtigen Weise vorgenommen oder sie wurden überflüssig, weil die Anlagen nicht zweckentsprechend ausgeführt worden waren. Ferner wurde den Einwohnern mancher Orte empfindlicher .Schaden verursacht, in solchen Fällen, wo bei den getroffenen Einrichtungen nicht ihre dringendsten Lebensnotwendigkeiten berücksichtigt wurden. Das Ergebnis ist, daß die Kolonisationspläne nicht der Wirklichkeit entsprechen. Zahlreiche Belege für das Gesagte urid der Nachweis darüber wurde schon von der Exportenkommission beigebracht, heute können zu diesen alten Irrtümern noch viele neue Fakten hinzugefügt werden. Wir selbst wollen weder solche Tatsachen noch Zahlen beibringen, da wir glauben, daß diese die direkt daran interessierten Institutionen angehen. Wir werden vielmehr im Folgenden die allgemeinen Grundlinien des Problems eines Bewässerungsinstitutes geben, soweit es mit der Entwicklung der Kolonisationstätigkeit in Palästina verbunden ist.