Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1930)
- Article
- Der Bericht Sir John Hope Simpsonś
- Date
- 1930-12-01
- Page
- Seite 429 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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LANDWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG. Erwerb der Huleh-Konzession durch die Regierung (Kapitel I und VII, Teil C). Wenn die Huleh-Konzession verfällt, sollte das Land von der Regierung für Entwicklungszwecke zurückgehalten werden. Dieses Gebiet ist eines der fruchtbarsten von ganz Palästina, und auf einem verhältnismäßig kleinen entwickelten Gebiete könnte ein Unterkommen für eine große Zahl von Familien geschaffen werden. Begrenzung der Orangenkultur (Kapitel VIII, Teil a). Das mit Orangen bestellte Gebiet wächst mit sehr großefr Schnelligkeit. Es erscheint zweifelhaft, ob der Markt imstande sein wird, die Fruchtmengen zu resorbieren, welche am Ende der nächsten fünf Jahre produziert we/rden, wenn alle jetzt angelegten Pflanzungen fruchttragend sein werden. Allgemein herrscht hierüber Optimismus unter den Pflanzern, aber es erscheint ratsam, das Resultat der letzten schnellen Entwicklung abzuwarten, bevor man das Orangengebiet weiter vergrößert. Entwicklung anderer Fruchtarten (Kapitel VIII, Teil b, c, e, f). Versuche zur Förderung des Anbaues von anderen Früchten mit ergiebigen Ernten sollten angestellt werden, anstatt gänzlich von einer einzigen Ernte abzuhängen. Die Grapefruit bietet gute Aussichten. Die palästinensische Frucht ist ausgezeichnet und wächst auf Böden, der für die Orange zu schwer ist. Die Aussichten für die Banane erscheinen nicht glänzend, doch sollen Versuche zur Entwicklung der Absatzmärkte in Osteuropa gemacht werden. Einfuhrzoll für Melonen in Aegypten (Kapitel VIII, Teil d). Die ägyptische Regierung hat auf palästinensische Melonen einen Einfuhrzoll gelegt, welcher geeignet ist, den Handel zu ersticken. Die Stadtverwaltung von Damaskus hat einen Stadtzoll auf die gleiche Frucht gelegt. Erhöhung der Tabakqualitäten (Kapitel VIII, Teil g). Es sollten Anstrengungen zur Pflege des Anbaues von besseren Tabaksorten gemacht werden, Fachleute für Manipulation und Racken des Tabaks sollten für die Unterweisung der Tabakpflanzer angestellt werden. Es besteht jede Aussicht, daß ein hochwertiger Tabak in Palästina gezogen werden kann, aber es ist wahrscheinlich ratsam, daß, wenigstens zunächst, der Tabakanbau auf den Nordteil des Landes beschränkt werden soll, wo bessere Blattsorten gezüchtet werden können. Abänderung des Anbauminimums für Tabak (Kapitel VIII). Es besteht kein wirklicher Grund für die gegenwärtige Regelung, wonach der Tabakanbau auf weniger als 2 Dunam-Fläche unterbunden ist. Es würde genügen, wenn die Fläche auf das Minimum von einem halben Dunam beschränkt würde. Die Interessen der Tabakpflanzer sollten genau so gut wie die des Fabrikanten bei Fassung der Gesetzgebung für den Tabakanbau berücksichtigt werden. Verbesserung der Qualität des Olivenöls und des Baumschnitts (Kapitel VIII, Teil h). Schritte sollten unternommen werden, um den Bauern die Methode zur Produktion qualitativ besseren Olivenöls zu lehren als jetzt von den Kleinpflanzern hergestellt wird. Es wäre auch von Vorteil, wenn Instruktoren für das Beschneiden von Olivenbäumen zum Bereisen des Landes angestellt würden, um die Bauern in der richtigen Methode zum Beschneiden ihrer Bäume zu unterweisen.