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Palästina · 1930-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1930) · p. Seite 409

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Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1930)
Article
Die Juden bei den Regierungsarbeiten [Nachricht]
Date
1930-10-01
Page
Seite 409 (sequence 2)
Language
German
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13 Prozent Kinder. Die Arbeitszeit ist 9 bis 11 Stunden, die meisten Araber haben keinen Ruhetag. Arbeitslohn für die Araber, die zu 98 Prozent die unqualifizierte Arbeit verrichten: Galiläa 70 bis 90, Afule, Nazareth 100 bis 110, Haifa 140 Müs. Frauen und Kinder 50 bis 60 Müs. Für Juden niedrigster Lohn 160 Müs (fast ausschließlich qualifizierte Arbeit). Religiös - sozialistische Arbeiter. Anfangs September wurde in einer Versammlung die Schaffung einer Organisation religiös-sozialistischer Arbeiter beschlossen. Die Frage der arabischen Arbeitslosigkeit. In Nr 12/13 von „Palestine and Near East" untersucht A. Becker die Behauptungen der arabischen Führer, über den großen Umfang der Arbeitslosigkeit unter ihren Volksgenossen. Er kommt auf Grund seiner Berechnungen zu dem Schluß, daß 1928 um 6000 arabische Arbeiter mehr beschäftigt waren, als 1927, deren Gesamtzahl schätzt er auf 30.000, davon 5500 in der Industrie und Handwerk, 2000 in der Bauindustrie, 3000 bei öffentlichen Arbeiten, 2500 bei Eisenbahn, 1500 Transportwesen und Häfen, 5000 jüdische Kolonien, 10.000 in der arabischen Landwirtschaft und einige Hundert bei verschiedenen Unternehmungen. Wenn die Regierung die Zahl der arabischen Arbeitslosen seit 1927 auf 2 bis 3000 schätzt, so ist das sehr wenig, um so mehr auch stets Arbeitskräfte aus Aegypten und Transjordanien zuströmen. Dabei sind die Löhne von 60 bis 80 auf 100 bis 1^0 Müs gestiegen, indes der Lebenskostenindex von 88 (1922) auf 74 (1928) gesunken ist. Die nichtjüdische Auswanderung aus Palästina ist verschwindend klein, 1928 954, Auswanderung 908 (1.2 pro Mille gegenüber 4.5 bis 5 pro Mille in Syrien). Verschiedene Nachrichten. Der Bau der Eisenbahnwerkstätten in Haifa, Kosten 57.700, wurde an jüdische Unternehmer in Jerusalem vergeben. — Der Streik bei der Firma Friedmann-Edelstein, über den wir in Nrf 7 bis 9, Rundschau, S. 300, ausführlich berichteten, ist nach dreimonatlicher Dauer gütlich beigelegt worden. KULTUR. Die Leitung des Erziehungswesens. Nach neuer Uebereinkunft werden vom nächsten Schuljahr (5692) ab, die Jewish Agency und die Knesseth Israel (die staatlich anerkannte und organisierte jüdische Gemeinschaft) gemeinsam die Leitung des Erziehungswesens übernehmen. — Die palestinensische Lehrerkonferenz, die im August tagte, sprach sich dagegen aus, daß die Jewish Agency von der finanziellen Verantwortung entlastet v/erde. Lehrerkonferenz. Eine solche fand Ende August statt. Außer über die Frage der Leitung des Erziehungswesens (siehe vorstehende Notiz) wurde über die Fragen der Lehrpläne beraten, ferner wurde abgelehnt, daß in einer Prüfungskommission für Mittelschulen nichtjüdische Instanzen vertreten sein können. Hygienische Abteilung der Universität. Es wurde eine neue klimatologischhygienische Sektion eröffnet. Ausgrabungen. Wichtige Funde wurden von der amerikanischen Expedition Professor Albright bei der einstigen \ Stadt Kirjath Sepher gemacht, angeblich

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