Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1930-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1930) · p. Seite 397

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1930)
Article
Dr. Shiels in Palästina [Nachricht]
Date
1930-10-01
Page
Seite 397 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379883-2379890--11265-2392394
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

die Araber hätten Fortschritte gemacht. ,In Tel-Aviv gab es kleine Demonstrationen gegen Shiels, da die Nachricht verbreitet wurde, daß er den Arabern die Zusage wegen Schaffung eines Parlaments gemacht habe. Klagemauerfrage. Die Kommission ersuchte bei Abreise die Regierung, die Bemühungen zur gütlichen Einigung beider Parteien fortzusetzen, was auch geschehen ist. Bisher haben die Verhandlungen zu keinem Erfolg geführt. Zusammenstoße zwischen Moslems und Christen. In Haifa kam es am 9. September wegen eines Streites um einen Soldatenfriedhof zu blutigen Zusammenstößen zwischen Angehörigen dieser beiden Konfessionen. Auch in Jaffa fanden Reibereien zwischen solchen statt. Arabischer Streik. Am 23. August, dem Jahrestag des Ausbruchs der Unruhen in Jerusalem, fand ein arabischer Streik statt, der ruhig verlief. Die arabischen Aufrufe wurden konfisziert. Vorgehen der Regierung gegen einen arabischen Führer. Nachrichten über die Vorgänge in der arabischen Exekutive berichten über ein Zerwürfnis zwischen dem Mufti, der eine panarabische und panislamitische Agitation betreibt, und Musa Kasim, dem Präsidenten der Exekutive, sowie Rajab Naschaschibi, dem Bürgermeister von Jerusalem, ^die proenglisch eingestellt sind. Kürzlich wurde Subhi Katra, Funktionär der arabischen Exekutive und Parteigänger des Mufti, wegen Aufreizung zur Stellung einer Kaution und einjährigem Zwangs auf enthalt in Safed verurteilt. (Dieser Funktionär war es, den Sir B. Merriman als Anstifter der Unruhen in Safed bezeichnet hatte.) Neue Sekretäre der arabischen Exekutive. Außer Subhi Katra, der verbannt wurde, hat auch Omar Saleh sein Amt niedergelegt, weil er beschuldigt wurde, Indiskretionen begangen zu haben. An ihrer Stelle wurden die bekannten Führer Auni Bey Abdul Hadi und Jamal Husseini nominiert, andere Nachrichten nennen statt Auni den Beamten des Mufti Assat Dirwasa und Scheich Muzafar. OEFFENTLICHE VERWALTUNG. Oeffentliche Finanzen, Der Abschluß für das erste Halbjahr ergab einen Fehlbetrag von 35.000 Pfund, der aus den Ueberschüssen des Vorjahres gedeckt werden muß. Eine besondere Steigerung weisen die Ausgaben für die Polizei und Grenzschutzkorps auf. Auffallend ist ferner das Anwachsen der nicht spezifizierten Ausgaben von 63.390 auf 147.533 Pfund. Gegenüber dem ersten Halbjahr 1929 ergeben sich insgesamt mehr als 280.000 Pfund Mehrausgaben, die im Wesentlichen auf die eben angeführten Titel entfallen. Plan zur Einführung einer Einkommensteuer. Die Regierung plant die Einführung einer Einkommensteuer in der Höhe von 2.5 bis 5 Prozent des Einkommens. Auch wird der Ersatz der Werkosteuer und der Zehentsteuer erwogen. In der Uebergangszeit wird der Zehent von 10 auf 7.5 Prozent ermäßigt werden. Gegen diesen Plan nehmen die jüdischen Zeitungen Stellung, da die Einkommensteuer einseitig die Juden belasten würde. Die judenfreie Zollbeamtenschaft. Die hebräische Presse weist darauf hin, daß es unter 35 Beamten des Hauptzollamtes nur einen einzigen Juden gibt,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.