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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 332

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
[Rezension] / f. m.
Date
1930-07-01
Page
Seite 332 (sequence 2)
Language
German
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seiner pazifistischen Einstellung nicht gemerkt zu haben, wie groß sie heute in Palästina ist. Die andere Gefahr, die des Aufkommens eines engen asozialen1 Geistes, ist nach Holmes weniger stark, denn niemals werde. dieses karge Land Reichtümer geben und deshalb wird die Seele des Volkes nicht verdorben werden. Die Wiederaufrichtung Zions ist von größter Bedeutung für die Welt. Erstens werden die Juden, ein so wichtiges und begabtes Element in der Völkerfamilie, nicht verschwinden, zweitens werden sie in Palästina die Mittler zwischen West und Ost sein, drittens — und dies ist dem Autor das Wichtigste — wird Zion das Laboratorium für den sozialen Fortschritt der Welt werden. Der entschlossene Geist, das mutige Herz und der idealistische Sinn, den die jüdischen Pioniere nach Palästina bringen, verbürgen es. — Unter der heute schon ziemlich großen Literatur von Nichtjuden über das jüdische Palästina ragt dieses neue Buch durch die Verbindung einer außerordentlich klaren Einsicht in die Realitäten mit dem tiefsten Verständnis für die jüdische Seele und das zionistische Wollen hervor. Eine Uebersetzung des Buches ins Deutsche wäre dringend zu wünschen. f. m. Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins, Band 53, Heft 1. — In diesem Heft gibt Professor Dr. Steuernagei den Bericht über die Entwicklung Palästinas vom März bis Dezember 1929. Es wird darin die Regierung getadelt, daß sie den Dingen ihren Lauf ließ und keinen Versuch unternahm, die wachsende Erregung (vor Ausbruch der Unruhen) zu dämpfen. Auch am 15. und 16. August erkannte sie, trotzdem sie darauf aufmerksam gemacht wurde, das Kritische der Lage nicht. Sie war daher nicht vorbereitet. Ein parteiisches Vorgehen könne man aber der Regierung nicht vorwerfen. Ueber die Jewish Agency urteilt der Referent wie folgt: „Durch die Begründung der Jewish Agency ist der Aufbau eines jüdischen Nationalheims auf eine viel breitere und finanzkräftigere Basis gestellt als bisher und die politische Macht des Judentums in Palästina bedeutend verstärkt." Interessant ist auch die Bemerkung über den Bodenkauf: „Uebrigens stößt auch nach den Unruhen der Bodenerwerb durch Juden keineswegs auf Schwierigkeiten, vielmehr wird auch jetzt noch viel arabisches Land den Juden zum Kauf angeboten." — Ueber die von uns gemeldete Bereitstellung von 100.000 Dunam Land durch die transjordanische Regierung (an der Grenze gegen die Wüste zwischen Amman und Dera) zur Ansiedlung von Arabern schreibt der Referent, daß es sich um Mohammedaner handelt, die bei der Eroberung von Tripolis durch die Italiener nach Palästina auswanderten.— Im Ganzen ist der Bericht außerordentlich objektiv und bietet eine vorzügliche Uebersicht. Es wäre vielleicht richtig, wenn die Redaktion öfters solche Berichte erscheinen ließe, so daß der Anfang nicht schon auf einen Zeitpunkt fiele, der schon fast ein Jahr zurückliegt. So wird zum Beispiel von der Grundsteinlegung des KKL-Hauses berichtet, das aber bei Erscheinen des Berichtes schon fertig und auch bezogen war. Ebenso sind viele Ziffern schon veraltet. — Im selben Heft finden wir eine geographische Studie über Samaria von dem bekannten, 1921 verstorbenen Fachmann Pfarrer Dr. Val. Schwöbel, eine ausführliche Besprechung der Sinai-Expedition der hebräischen Universität (Dr. Bodenheimer und Dr. Theodor), von Alfred Kaiser u. a. m. r. d. » Herausgeber und verantworil. Redakteur: Adolf Böhm. Wien. XVI., Wilhelminenstrafie 28. Eigentum u. Verleg: C. Barth, Wien, I.. Hefig. 7. - Druck: Josef Hajek's NfIg.Friedr. Holzer ® Co.. Wien, XVII., Kalvarienbergg. 32.

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