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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 315

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Kurzfristige Darlehen [Nachricht]
Date
1930-07-01
Page
Seite 315 (sequence 2)
Language
German
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Die größeren Kreditkooperativen sind nicht ganz in Einklang mit der Kooperativbank und wollen eine eigene Zentralbank gründen, weil sie keine direkte Vertretung in jener haben und mit deren Vorschriften auf Einhaltung; gewisser Regeln nicht übereinstimmen. Infolgedessen bot die Bank zwei Aufsichtsratssitze den erwählten Vertretern der Kreditkooperativen und einen der Arbeiterbank an. Die Zahl der Kooperativen, welche an die Bank angeschlossen waren, betrug 32 mit 7196 Mitgliedern (Vorjahr 6227). Es waren: 6 städtische Kreditkooperativen mit 4606 Mitgliedern, 4633 Pfund Anteilkapital; 17 ländliche Kreditkooperativen mit 20.081 Mitgliedern, 5687 Pfund Anteilkapital; 8 landwirtschaftliche Kreditkooperativen mit 509 Mitgliedern, 4195 Pfund Anteilkapital; zusammen 7196 Mitglieder, 14.515 Pfund Anteilkapital (gegen 18.759 im Vorjahr). Die Zahl der Depositen bei den 32 Kooperativen war 20.590 Pfund (16.548). Die Entwicklung der Genossenschaftsbewegung war günstig. Am 31. August 1929 gab es 227 registrierte Kooperativen gegenüber 199 im Jahre vorher. Es besteht eine Tendenz, Genossenschaften zum Verkauf von Einzelprodukten zu gründen (Bananen, Verpackung, und Verkauf von Orangen usw.). Die „Tenuva" wurde im Juni 1928 registriert und hat in Tel-Aviv, Jerusalem und Haifa je eine selbständige Abteilung. Da diese nur Produkte der Arbeiterwirtschaften verkauft, war es nötig gewesen, die älteren und die Mittelstandskolonien zu organisieren in der Palestine Milk Production Cooperative Association, doch hat die Milchproduktion der angeschlossenen Kolonien zugunsten anderer Zweige nachgelassen. Es gelang schließlich doch, den ganzen Milchverkauf bei der Tenuva zu konzentrieren. Orangenkooperativen. Der Bericht erwähnt die Initiative der Bank bei Errichtung des Orangenpackhauses in Rechoboth und erwähnt, daß erst weniger als 40 Prozent der jüdischen Orangenernte durch Kooperativen verkauft werden, und zwar in Kisten, indes der Rest meist vom Baum an Exporteure verschlossen wird. Die Frage, inwieweit die kooperative Organisation lokal oder gemeinsam sein soll, wird erwogen und Verhandlungen werden von der Bank geführt. Es sollen zunächst in Rechowoth, Magdiel und Ramal Gan-Bnei Brak Kooperativen gegründet werden. Es wird auch geplant, die arabischen Pflanzer in solchen zu vereinigen, da ein zentraler Citrushandel nur durch Einbeziehung aller Produzenten erfolgreich gemacht werden kann. Konsumgenossenschaften. Ein Anfang wurde gemacht mit Tel-Aviv (Tel- Nordau) und Schchunath Borochow. Der „Maschbir" wird in Kürze die Organisation von Konsumgenossenschaften in den kleinen ländlichen Siedlungen vorschlagen. Es sollten in diesen aber die Konsumgenossenschaften im Rahmen der Spar- und Leihkooperativen gebildet werden. Genossenschaftliche Erziehung. Die Bank stand den Kooperativen bei Verfassung und Registrierung der Statuten, in der Buchhaltung usw. bei. Der Auditor der Zentralbank kontrollierte die Genossenschaften. Die Bank edierte eine Reihe von Publikationen. Ein Genossenschaftspavillon war bei der 4. Ausstellung in Tel-Aviv, April 1929, errichtet. Die Regierung unterstützte die Bewegung, setzte ein Komitee für Revision der Genossenschaftsgesetze ein, reduzierte die Stempelgebühren ü. a. m.

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