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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 311

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Tabakbau in Obergaliläa [Nachricht]
Date
1930-07-01
Page
Seite 311 (sequence 1)
Language
German
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Tabakbau in Obergaliläa. Die Anbaufläche stieg auf 4000 Dunam, haupt- 3XX sächlich infolge des Verkaufs der Ernte an das polnische Tabakmonopol. Bananenpflanzungen. Die Fläche der mit Bananenpflanzen bebauten Böden hat sich in der letzten Zeit stark erhöht und beträgt jetzt 2600 Dunam. (Im Jahre 1922 waren erst 64 Dunam vorhanden, im Jahre 1928 1638 Dunam.) Der Flachsbau. In der Juni-Nummer der Mitteilungen der landwirtschaftlichen Versuchstation der Palästina-Exekutive berichtet S. Zemach über die Entwicklung des Flachsanbaues in Palästina im Jahre 1929. Es wurden 5000 Dunam bestellt. Die 'durchschnittliche Ernte betrug im Jordantal 120 Kilogramm pro Dunam, im Emek Jesreel 84 Kilogramm pro Dunam. Die Flachskörner der örtlichen Ernte übersteigen mit ihrem Fettgehalt um 2 bis 4 Prozent die Saat, die aus dem Auslande importiert wurde. Im Jahre 5690 wurde bereits die lokale Saat verwendet. Der Imperial Board in London hat die Mustersendungen untersucht und die Flachskörner aus Palästina besser gefunden, als diejenigen aus Argentinien. Es bestehen daher gute Absatzmöglichkeiten für palästinensischen Flachs in London. Die Fabrik „Schemen" hat die gesamte Flachsernte des Jahres 5689 für 17 Pfund per Tonne aufgekauft und wird auch die gesamte Ernte des Jahres 5690 übernehmen. Mit dem Steigen der Anbaufläche wird auch die Exportfrage aktuell werden. Import von künstlichem Dünger, Die Zunahme desselben zeigen folgende Ziffern (nach „Commercial Bulletin"): Jahr 1922 1923 1924 1925 1926 1927 1928 1929 Tonnen 1177 1544 2274 2761 2591 3026 4484 6911 Wert in £ 12464 11746 21892 28959 26492 27563 38619 59396 Die Steigerung ist eine sehr große (auf das sechsfache), doch zeigt Zypern, das nur zirka 350.000 Einwohner hat, eine viel größere Zunahme sowohl absolut als relativ (von 1933 auf 15 448 Tonnen). Rischon le Zion. Ueber diese erste jüdische Kolonie (gegründet 1882 von den Bilu) liegt eine Spezialuntersuchung von D. Wilchonsky vor, erschienen als Heft 4/5 von „Mischar we Taasiah". Die Fläche ist zirka 14.000 Dunam. Außerdem hatte die türkische Regierung 21.000 Dunam Sanddünen zur Verfügung gestellt, die aber noch nicht in das Eigentum der Kolonie übertragen wurden. Die Kolonie hat 21 Viertel und Vororte mit zusammen 304 verschiedenen Gebäuden, außerdem das Jemenitenviertel „Schibat Zion" mit 20 Bauten. Die Zahl der Ansässigen ist 1822 (davon 1411 Aschkenasim, 246 Sephardim, 163 Jemeniten, 2 Araber.) Die 1822 Juden sind 904 männliche, 918 weibliche, davon 635 Kinder unter 16 Jahren. Nach der Beschäftigung waren Landwirte 114, Lohnarbeiter 272, Handwerker!65, freie Berufe 31, Religionspersonen 4, Fuhrleute 16, Handel 60, verschiedene 11, abhängige 567, ohne Beruf 28. Von der Fläche sind 8549 Dunam mit Wein, Orangen, Mandeln, Oelbäumen, Bananen und Eukalyptus bepflanzt, 3951 liegen brach. Eine ungefähre Schätzung des Wertes von Boden, Pflanzungen, Inventar usw. der ganzen Kolonie ergibt die Summe von 700.650 Pfund (gegen 3200 Pfund im Jahre 1907). Die arabische Landwirtschaftsschule* Wie die „Ziko" meldet, wird die landwirtschaftliche Schule, die aus dem Nachlaß des Juden Kadoorie gegründet wurde, im nächsten Herbst eröffnet werden. Der Kursus wird in der höheren Abteilung drei Jahre dauern. Es werden 15 Schüler aufgenommen werden.

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