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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 309

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Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Die Aussichten des Orangenbaues [Nachricht]
Date
1930-07-01
Page
Seite 309 (sequence 2)
Language
German
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an der gebotenen Vorsicht bei der Auswahl des Bodens, der Setzlinge usw. haben fehlen lassen, mit unausbleiblichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben werden. Dagegen betrachtet er die Aussichten derjenigen Pflanzer als gut, die ihre Schätzungen auf einen Nettogewinn von 12 Pfund pro Dunam basieren. Aber selbst dieser Erlös kann nur erzielt werden, wenn man pro Dunam mit 125 Kisten exportreifer Früchte rechnen kann und mit einem Gewinn von 4 Schilling pro Kiste vom Baum. Dir. Viteies ist ferner der Ansicht, daß die Palästina-Orange ihren Markt noch bedeutend vergrößern kann, da sie leicht die Konkurrenz mit den amerikanischen, italienischen und selbst spanischen Früchten aufnehmen kann, falls großzügige Reklame gemacht wird, die Transportmöglichkeiten verbessert und Auswahl und Verpackung der Früchte mit größerer Sorgfalt gehandhabt werden, da sonst die Konsumenten nicht geneigt sein werden, höhere Preise für Palästina-Orangen zu bezahlen. Viteies ist der Meinung, daß die damit verbundenen Kosten von den Pflanzern getragen werden müssen. In diesem Zusammenhang ist eine Bemerkung von Interesse, die sich in dem Bericht der Sachverständigen findet, nämlich, daß die Orangenindustrie eine gesunde Grundlage hat und erweiterungsfähig ist, falls nur gleichmäßig erstklassige Früchte zum Versand kommen und ihr neue Märkte erschlossen werden. Viteies schließt seine Betrachtungen mit dem Ausdruck der Ueberzeugung, daß Forschungsarbeit und weitgehende Experimente unumgänglich nötig sind, um immer bessere Resultate zu erzielen und daß auch diese Experimente in erster Linie von den Pflanzern zu finanzieren sind. Die Ansiedlung der tausend Arbeiterfamilien nach dem Londoner Plan. Auf der Konferenz des Landwirtschaftsrates der Arbeiterorganisation, die vom 21. bis 23. Mai stattfand, wurde diese Frage ausführlich erörtert. Die Geschichte des Planes, seine Einzelheiten, seinen augenblicklichen Stand, seine Probleme entwickelte Harzfeld: Ein wesentliches Ziel des * wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Planes war die Billigkeit. Man täuschte sich nicht darüber, daß es sich um Stückwerk handelt daß hier keine ideale Ansiedlungssehnsucht ihre Erfüllung findet. Es wird ausdrücklich damit gerechnet, daß der Siedler außer Bearbeitung seines Bodens auch Außenarbeit leistet. Die Unvollkommenheiten der Wirtschaft, vor allem das Fehlen jeden Viehs und Geflügels, wurde von einigen aus Sparsamkeitsgründen mit in den Kauf genommen, von anderen gefordert, weil die Einnahmen dieser Zweige gegenüber seinen Unkosten, wenn man sie mit der Pflanzungswirtschaft vergleicht, zu gering sind. — Der Kostenvoranschlag beruht auf folgender Berechnung: Haus von 30 Quadratmeter 100 Pfund, 7 Dunam Orangen 175 Pfund, 3 Punam Gemüse 36 Pfund, zusammen 311 Pfund (wozu noch 3H Pfund hinzugefügt werden). In London wurde der Plan mit der Exekutive der Agency, ihrer Ansiedlungskommission und privaten Personen, die ihr oder der Zionistischen Organisation angehören, durchberaten. Unser Vorschlag, den Dr. Ruppin unterstützte, ging dahin, im Laufe von zwei Jahren 3600 Familien auf Boden, der schon jetzt dem K. K. L. gehört, in dieser Weise anzusiedeln. Unsere Partner wurden vor allem dadurch beeinflußt, daß auf diese Weise der Ansiedler selbst durch sein Vermögen und seine Arbeit 40 bis 50 Prozent zu den Gesamtkosten beiträgt. Um überhaupt eine Zustimmung der Geldgeber zu er-

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