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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 308

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Orangenbaufläche und darin investiertes Kapital [Nachricht]
Date
1930-07-01
Page
Seite 308 (sequence 1)
Language
German
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308 LANDWIRTSCHAFT. Orangenbaufläche und darin investiertes Kapital. Wir haben schon in Nummer 6 eine Schätzung von Dir. Viteies veröffentlicht. Nummer 5 vom „Hadar" enthält einen ^ausführlichen Artikel aus seiner Feder darüber (der auch als Broschüre im Bulletin der PES, Band V, He:ft 1, erschienen ist), in dem es heißt: „Offizielle Daten über die Gesamtfläche der Orangenpflanzungen sind nicht erhältlich. Die Schätzungen variieren von 90.000 bis 120.000 Dunam für Ende 1929, die je zur Hälfte Juden und Nichtjuden (meist Arabern) gehören. Zirka 35.000 Dunam, davon 11.250 in jüdischem Besitz, sind fruchttragend, der Rest noch jung. Man schätzt, daß die Araber in den letzten drei Jahren zirka 10.000 Dunam in den Dörfern von Südjudäa, 10.000 in der Gegend von Petach Tikwah und der Saron-Ebene, 5000 in Samaria und Tulkarem gepflanzt haben. Zusammen mit den 24.000 den Arabern gehörenden alten fruchttragenden Gärten besitzen diese also zirka 50.000 Dunam. Die Zentralbank für Kooperative (an deren Spitze bekanntlich Dir. Viteies steht) war in der Lage, eine fast vollständige Liste aller neugepflanzten jüdischen Orangengärten einschließlich jener Flächen aufzustellen, die 1930 bepflanzt wurden. Am Ende der Pflanzungssaison 1930 werden die Juden zirka 47.000 Dunam besitzen, und zwar: 17.860 Dunam gepflanzt bis Ende 1928, 14.800 Dunam gepflanzt bis Ende 1929, 13.200 Dunam gepflanzt bis Ende 1930, zusammen 46.860 Dunam. Zuzüglich der oben erwähnten alten Gärten, 11.250 Dunam, sind es zirka 58.000, welche die (Juden besitzen. Nach all diesen Berechnungen beträgt die Gesamtfläche der Gärten 110.000 Dunam, ohne die von Nichtjuden im Jahre 1930 gepflanzt werdenden Flächen. Die Zionistische Exekutive stellte im Zensus vom April 1927 die Fläche der jüdischen Gärten mit 18.115 fest. Es ist also in drei Jahren eine 200 prozentige Steigerung zu verzeichnen. Die Verteilung der jüdischen Gärten zeigt, daß Judäa (einschließlich Petach Tikwah) noch immer das Hauptzentrum dafür ist. Die Saron-Ebene wird jedoch an erste Stelle treten, bis Wadi Chaweret, ferner die Böden der Plantation Cy (Alfred Mond) und die neuen Kolonien (Herzlia, Natanya) entwickelt sein werden. Gegenwärtig ist die Verteilung der neuen Gärten, zirka 47.000 Dunam, folgende: Judäa 26.491, Ebene Saron 13.836, Samaria 6059 Dunam. Investiertes Kapital. Dir. Viteies schätzt das Kapital, das bis heute in Orangengärten investiert worden ist, auf 3,854.825 Pfund, wovon weniger als 750.000 Pfund Kreditkapital sind. Der Orangenexport. In derselben Broschüre gibt Dir. Viteies folgende Aufstellung über den Orangenexport Palästinas: Bestimmungsländer 1926/27 1927/28 1928/29 1929/30 bis 29. Märe 1930 Kisten % Kisten % Kisten % Kisten % England 1,904.249 94 1,729.219 86.7 1,258.795 79.9 1,870.000 69.3 Kontinent 110.825 5.5 262.052 13.1 317.348 20.0 596.000 22.1 Verschiedene 9.656 0.5 4.924 0.2 4.401 0.1 230.000 8.6 2,024.730 100 1,996.195 100 1,580.544 100 2,696.000 100 Die Aussichten des Orangenbaues. In derselben Broschüre erwägt Viteies die Aussichten in der Zukunft, er 'meint, daß diejenigen Pflanzer, die ihre Pflanzungen mit einem zu hohem Zinsfuß geliehenen Kapital und mit unzureichender Berechnung der damit verbundenen Kosten angelegt haben, sowie es

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