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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 303

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Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Nachlass beim Zehent [Nachricht]
Date
1930-07-01
Page
Seite 303 (sequence 2)
Language
German
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ist sicher mit ein Grund für die Herabsetzung gewesen, die man in Palästina der "Einwirkung Simpsons zuschreibt. Die von der Regierung eingesetzte Wirtschaftskommission hatte eine Herabsetzung des Oscher um 50 Prozent vorgeschlagen. — Die Red. Frauen als Rechtsanwälte. Durch eine Verordnung wurden alle Beschränkungen aufgehoben, bis auf die, daß Freuen nicht vor arabischen Stammesgerichten und mohammedanischen religiösen Gerichten vertreten und plaidieren dürfen. Endgültige Bestätigung der Tote Meer-Konzession. Die „Offizial Gazette" vom 1. Juni veröffentlicht den Text der offiziellen Verleihungsurkunde der Konzession für die Gewinnung von Salz und Mineralien aus dem Toten Meere. Die Konzessionsurkunde ist vom 1. Jänner ' 1930 datiert und lautet auf den Namen der „Palestine Potash Ltd.". Das Nominalkapital der Gesellschaft beträgt 400.000 Pfund; sie hat vom dritten Jahr vom,Beginn der .Konzessionsdauer an fortlaufend erhöhte Minimalmengen von Mineralien zu fördern. Das Förderungsminimum beträgt im dritten Jahr 1000 Tonnen und steigt bis zum zehnten Jahre auf 10.000 Tonnen pro Jahr; von da an müssen jedes Jahr mindestens 50.000 Tonnen gefördert werden, unter der Voraussetzung, daß bis zum zehnten Jahre seit Beginn der Konzession die betonierte Straße zwischen Jerusalem und dem Toten Meere vollständig ausgebaut sein wird. Die Konzession enthält ferner die Bestimmungen über die Regierungsabgaben^ die Beteiligung der Regierung an dem Reingewinn und Uebernahme von Aktien des Unternehmens durch die Regierung usw. Eine besondere Bestimmung, betreffend der Arbeitskräfte besagt, daß die von der Gesellschaft beschäftigten Arbeiter aus Palästina und Transjordanien sein müssen. Die Gesellschaft hat kein Recht, Arbeiter anderer Herkunft ohne die vorherige Erlaubnis der Regierung zu beschäftigen. — Ende 1929 wurde für die Gesellschaft eine Fläche von 466 Hektar abgegrenzt. Die Hulesee-Konzession. Diese wurde schon vom Sultan einem Syrer, Salam Bey, erteilt, doch hatte er bisher nicht gearbeitet. Die Konzession hätte schon längst als verfallen erklärt werden können. Nun hat Salam Bey zu ihrer Ausbeutung eine Gesellschaft „Syrea-Ottoman Agricultural Cy Ltd." in Beirut gegründet, welche auch <in Palästina registriert wurde. (Die Erschließungsarbeiten am Hulesee erfordern eine Million Pfund, um 150.000 Dunam — 50.000 in Palästina und 100.000 in Syrien gelegen — zu entsumpfen. Es ist im höchsten Grade unwahrscheinlich, daß diese Arbeit von anderer, als jüdischer Seite ausgeführt werden kann. Die Red.) Organisation der Regierungsbeamten niedrigen Ranges. Wie „Ziko" meldet, fand am 2. Juni in Haifa eine Versammlung des Verbandes der niedrigeren Regierungbeamten statt. An der Versammlung nahmen Vertreter aus Jerusalem, Jaffa, Nablus und Haifa teil. Der Verband zählt etwa 900 Mitglieder. In der Versammlung wurde ein Exekutivkomitee aus sechs Mitgliedern, bestehend aus zwei Juden, zwei Christen und zwei Arabern gewählt. Das Komitee soll zunächst mit verschiedenen Forderungen zum Schutze der niedrigeren Beamten an die Regierung herantreten. Die englischen Subsidien und die Kosten der Truppen. Der Bericht Englands an den Völkerbund für 1929 sagt darüber: Nicht rückzahlbare Hilfsgelder (Grants in Aid) wurden seinerzeit bezahlt, zur Deckung der Kosten der britischen Abteilung der palästinensischen Gendarmerie, die am 31. März

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