Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1930)
- Article
- Jahr 1929 [Nachricht]
- Date
- 1930-06-01
- Page
- Seite 222 (sequence 2)
- Language
- German
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Abnahme der Ausfuhr: Orangen 100.000, Gerste 24.000, Sesamöl 7000, Olivenöl 5000, Zement 12.700. Automobile: Die Zahl der importierten "Wagen betrug 1929 823, gegen 1011 im Jahre 1928. Vergleich der Warenklassen. Ein solcher mit den früheren Jahren gibt folgendes Bild (ohne den Münzverkehr): Einfuhr Klasse 1926 1927 1928 1929 Nahrungsmittel, Getränke, Tabak . . 1,804.482 1,631.982 1,800.986 1,911.158 Rohmaterial und überwiegend unbear- 506.281 568.424 643.683 720.554 Halb- und Fertigfabrikate . . . . 3,814.426 3,439.875 3,662.851 3,715.647 468.909 544.173 663.298 819.234 6,594.098 6,184.454 6,770.818 7,166.593 A u s f u h r Klasse 1926 1927 1928 1929 Nahrungsmittel, Getränke, Tabak . . 1,017.356 1,494.093 1,050.989 1,101.529 Rohmaterial und überwiegend unbear- 47.697 63.629 74.590 93.841 235.551 337.108 354.493 353.789 7.729 4.929 7.135 5.103 1,308.333 1,899.759 1,487.207 1,554.262 Jänner 1930. Reiner Warenverkehr in pal. £ (nach „Comme :rcial Bulletin"): 1930 1929 537.883 666.711 . 310.489 160.864 , . 12.464 15.852 . . 22.870 36.330 Die Einfuhrsenkung geht teilweise auf geringeren Lebensmittelimport zurück (zum Beispiel Weizen 22.000, Weizenmehl 25.000), teils auf geringeren Import von Holz aller Arten (20.000) und anderer Rohmaterialien, ferner Automobile und anderes. In der Ausfuhr ist das große Plus vor allem auf Orangen zu rechen (90.000), ferner auf Weine (10.200), Waschseife (17.000), Durrah (3500), Zement (1800) und anderes mehr. BEVÖLKERUNG. Bethlehem. „Palestine "Weekly" macht in der Nummer vom 2. Mai darauf aufmerksam, daß nach Meldung arabischer Blätter die Bevölkerung Bethlehems von 12.000 vor dem Kriege und 7000 im Jahre 1922 heute bis auf 4500 zurückgegangen sei und die Auswanderung ununterbrochen anhalte. Es sei sehr interessant, daß dies gerade in Bethlehem der Fall sei, wo weder in der Stadt noch in der Umgebung der Einfluß der jüdischen Kolonisation zu verspüren sei, ähnlich wie in Ramallah, wo die Entwicklung ebenso wie in Bethlehem verläuft. Ist es besser, daß die Araber aus Palästina auswandern oder daß Juden einwandern und damit auch den Arabern Lebensmöglichkeiten verschaffen? 222