Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1930-04-01 · Heft 4-5 (April 1930) · p. Seite 180

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 4-5 (April 1930)
Article
Neuer Ansiedlungsplan [Nachricht]
Date
1930-04-01
Page
Seite 180 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2379786-2379883-2379887--10603-2391388
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

180 a) Für Anlage von 7 Dunam-Pflanzungen....... b) Für Bewässerung der ganzen Fläche und Anlegung . . c) Für Häuschen mit zwei Zimmer, des Hofes, und Veranda . f 177 £ 35 £ 100 £ 312 Jede Arbeiterfamilie könnte 20 bis 30 £ an Ersparnissen beitragen. Die Rentabilität ist vorhanden, so daß vom 7. Jahr an der Kredit samt Zinsen in 20 Jahren abgezahlt werden kann. In der Sitzung wurde der Plan modifiziert für 1000 Familien und 350 £ Kosten. Hievon eigene Beteiligung der Siedlerfamilie 30 £. Die Kredite sollen, teils durch die PEC, teils durch den Emergencyfonds, sowie durch Beteiligung von privaten Gruppen von Kreditgebern (die zum Teil schon gesichert sind) aufgebracht werden. Neue Siedlung in Judäa. Auf KKL.-Boden wurde die "neue Siedlung Beth Chanan südlich von Ness Zionah angelegt. Die Kolonisten stammen aus Bulgarien, sind schon lange im Lande und hatten einige Mittel. 40 Siedler erhalten je 15 Dunam, von denen 10 für Orangen bestimmt sind. Beginn der Wiederaufrichtung von Ber-Towiah. Am 11. März begab sich die erste Gruppe der neuen Siedler von Ber-Towiah, das während der Augustunruhen zerstört wurde, dorthin zurück. Die Böden sind inzwischen auf den Namen des Keren Kajemeth überschrieben worden. Der neue Kolonisationsplan wurde vom Hilfsfonds bestätigt. Zunächst sind 15 Siedler nach Ber-Towiah gezogen, wo sie mit der Anlage eines Brunnens, mit Pflügen und Bauarbeiten beschäftigt sein werden. Ein Teil der neuen Siedler besteht aus ehemaligen Angehörigen der jüdischen Legion, die übrigen sind Landarbeiter mit langjähriger Ausbildung. Vereinigung der Saronkolonien. Einige jüdische Kolonien in der Ebene Saron, darunter Kfar Saba, Herzliah, Raananah, Ain Chai, Ramath Scharon, Kirjath Schmuel, Ramathajim und Hadar, haben sich zu einer großen „Orangenzone" zusammengeschlossen, um die wirtschaftliche und kulturelle Arbeit gemeinsam zu führen. Die Orangenforschung. Durch eine Sonderspende an den KH. für diesen Zweck ist es der landwirtschaftlichen Versuchsstation ermöglicht worden, einen eigenen Pavillon für Zitrusforschung in Rechoboth zu errichten. Die Kultur der Grapefrucht. Im „Hadar" Nr. 3 veröffentlicht der Direktor der Gesellschaft „Pardess", Jizchak Rokach, einen Artikel über die Lage und die Aussichten der palästinensischen Grapefruit-Produktion. In dieser Saison fand zum erstenmal ein Export von Grapefruit statt, etwa 20.000 Kisten wurden versandt, deren Preise, die von den Preisen der amerikanischen Grapefruit abhängig sind, zwischen 1 und 18 sh pro Kiste schwankten. Im Augenblick sind etwa 4000 Dunam, die fast ausschließlich in jüdischem Besitz sind, mit Grapefruit bebaut, deren Ertrag in sechs bis sieben Jahren, ohne Vergrößerung der Fläche, auf mehr als V2 Million Kisten anwachsen wird. Für die Zukunft ist zu berücksichtigen, daß heute der Markt für Grapefruit noch beschränkt ist und daß eine Ausdehnung der Kultur in Palästina nur mit Vorsicht zulässig ist. Die Bedeutung für die palästinensische Landwirtschaft liegt darin, daß es die Anpflanzung von Grapefruit dem Orangenpflanzer ermöglicht, von der reinen Monokultur abzugehen, daß die in der Orangenzone gelegenen schweren Böden mit Grapefruit, dagegen nicht mit Orangen bepflanzt werden können, und daß die palästinensische Grapefruit eine ausgezeichnete Qualität hat. Rokach fordert Maßnahmen zur Sicherung der Qualität und zur Verbesserung der Verpackungs- und Verschickungsbedingungen sowie propagandistische Maßnahmen, um den Markt für die palästinensische Grapefruit zu erweitern. Er schlägt eine Konferenz aller Grapefruitpflanzer vor.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.