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Palästina · 1930-04-01 · Heft 4-5 (April 1930) · p. Seite 175

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 4-5 (April 1930)
Article
Politische Resolutionen [Nachricht]
Date
1930-04-01
Page
Seite 175 (sequence 2)
Language
German
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haftigkeit, die sie während der Palästinaunruhen im August 1929 bewiesen hat, zum Ausdruck gebracht. Das Administrative Comitee der Jewish Agency stellt mit tiefer Befriedigung fest, daß die Judenheit der Welt ihren unbeugsamen "Willen manifestiert hat, alles zu tun, um die Idee des jüdischen Nationalheims zu verwirklichen. 2. Die britische Regierung wird aufgefordert, ihre Politik in Palästina so zu führen, daß das Mandat dem Buchstaben und dem Geiste nach verwirklicht werde. 3. Die vom XII. Zionistenkongreß gefaßte Resolution für ein friedliches Zusammenarbeiten mit den Arabern wird aufs neue bekräftigt. 4. Das Administrative Comitee der Jewish Agency verficht das Prinzip, daß es in Palästina keine Beherrschung der Juden durch die Araber oder der Araber durch die Juden geben soll. Die Tätigkeit des Hilfsfonds. Die Leitung des Hilfsfonds versendet einen Bericht über die Tätigkeit des Hilfsfonds, dem wir folgendes entnehmen: Der Gesamtbetrag, der vom Hilfsfonds bei den Juden in allen Ländern einschließlich Palästina gesammelt wurde, beläuft sich auf 520.000 £. Bisher sind nach Palästina 205.000 £ überwiesen worden. Unmittelbar nach den Unruhen konzentrierten sich die Bemühungen des Hilfsfonds auf die allgemeine Hilfsarbeit. Die Anzahl der Flüchtlinge aus den Städten und landwirtschaftlichen Siedlungen, die am meisten von den Unruhen betroffen wurden (Hebron, Safed, Moza, Artuf, Hulda u. a.), sowie aus den Vierteln, für deren Einwohner die Gefahren von Angriffen bestanden, erreichte 12.000. Für diese alle mußte Verpflegung, Wohnung, Bekleidung usw. sichergestellt werden. Ein Teil der Flüchtlinge ist nach dem Aufhören der Gefahr in ihre Wohnstätten zurückgekehrt, während andere für längere Zeit einer Unterstützung bedurften, insbesondere die Flüchtlinge aus Safed, wo das jüdische Viertel stark zerstört wurde. Zunächst mußte der Hilfsfonds eingreifen, um den Flüchtlingen eine Unterkunft zu verschaffen, ihnen Kleider zu geben und möblierte Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Der Hilfsfonds war bemüht, diese Art Unterstützung so schnell als möglich einzustellen, indem er den Flüchtlingen Anleihen zum Wiederbezug der verlassenen Wohnungen oder zum definitiven Bezug neuer Wohnräume gewährte. Die lokalen Kommissionen sind im Laufe des letzten Monates aufgelöst worden. Mit der Einstellung der Tätigkeit dieser Hilfskomitees erhielten die Flüchtlinge aus Safed, Hebron und den zerstörten Siedlungen Geldbeträge, die für ihren Unterhalt bis Ende März genügen werden. Die für diese Unterstützung erforderliche Summe wird schließlich 45.000 £ betragen. In dieser Summe ist die Hilfe an die Jeschiwah in Hebr on, die 4200 £ erhalten hat, inbegriffen. Der Betrag soll der Jeschiwah in Jerusalem eine neue Entwicklung ermöglichen. Die ärztliche Hilfe, die durch den Hilfsfonds allen von den Unruhen Betroffenen, einschließlich der Flüchtlinge, gewährt wurde, umfaßt folgendes: Ärztliche Hilfe für die Verwundeten in den Krankenhäusern und Sanatorien, Unterstützung der Familien der Verwundeten und ärztliche Hilfe für Flüchtlinge. Die Ausgaben für diesen Zweck betrugen zirka 8000 £. Eine umfangreiche Tätigkeit wurde aus den Mitteln des Hilfsfonds auch für die Kinder der Flüchtlinge geleistet. In Tel-Aviv wurden neun Kindergärten zur Aufnahme der Flüchtlingskinder eröffnet.. Ferner wurden für die Ernährung der Kinder und ähnliches in verschiedenen Kindergärten Beträge zur Verfügung gestellt. Die verausgabte Summe beläuft sich auf 2100 £.

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