Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 3 (März 1930)
- Article
- Filiale der A. P. C. in Petach Tikwah [Nachricht]
- Date
- 1930-03-01
- Page
- Seite 106 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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KREDITWESEN. Filiale der A. P. C. in Petach Tikwah. Am 2. Februar wurde eine Filiale der jüdischen Bank in dieser Kolonie errichtet. South African Palestine Enterprise Co. (Binyan Ltd.) Diese neue Bank in Haifa hat 30 Baudarlehen für Bauten in dieser Stadt im Betrage von 7500 f erteilt. ARBEIT. Straßenbauten. Zur Erhöhung der Sicherheit wurde von der Regierung beschlossen, gemeinsam mit dem Hilfsfonds der Jewish Agency Straßen nach den exponierten Siedlungen zu bauen, und zwar: Vom Bahnhof Schatta nach Beth Alpha und Chefzibah eine Straße von 4 km. Vom Bahnhof Tel-Josef nach Kumi, En Charod und Tel-Josef eine Straße von 2 km. Vom Bahnhof Afule nach Merchavia eine Straße von 2 km. Von der Nazarether Chaussee nach Ginegar eine Straße von 3V2 km. Vom Bahnhof Kfar Baruch nach Kfar Baruch eine Straße von 1 km. Vom Bahnhof Kfar Jehoschua nach Kfar Jehoschua eine Straße von 1 km. Von der Haifaer Chaussee nach Kfar Chassidim eine Straße von IV2 km. Der Bau einer Anzahl kleinerer Wege wird noch erwogen. Zentrale Gebäude. In einer Anzahl von Siedlungen wurden von dem Kolonisationsdepartement der Jewish Agency zentrale Gebäude errichtet, in denen bei Gefahr Frauen und Kinder gesammelt werden können. Dies sind die folgenden: Beth Alpha (Wohnhäuser), Chefzibah (gemeinsamer Speisesaal), Kfar Jescheskel (Gemeindesaal), Merchavia (Schulhaus), Tel-Adaschim (zweistöckiges Schulgebäude), Misra (gemeinsamer Speisesaal), Nahalal (Gemeindesaal), Kfar Jehoschua (Schule), Gebath (gemeinsamer Speisesaal), Sarid, Mischmar Haemek und Jadjur (zweistöckige Wohngebäude), Kfar Chassidim (Synagoge). Eine Anzahl solcher Gebäude wird auch in Judäa errichtet werden, vor allem in Ataroth, Magdiel (Synagoge), Kfar Melal (Schule), Herzlia (Wasserturm), Givath Haschloscha, Kwuzath Schiller und einer Anzahl von Arbeitersiedlungen in der Höhe von Rechoboth und Ness Siona. Die jüdischen Arbeiter und die Regierung. Frunkim berechnet im „Dawar46, daß die Regierung 1929 für Arbeitslose 110.000 £ ausgegeben hat, von denen die jüdischen Arbeiter 13.000 £, das sind bloß 12%, erhalten haben. Beim Haifaer Hafenbau seien nur 75 jüdische Arbeiter beschäftigt trotz belobter Qualifikation, das sind 13% der beschäftigten 600 Mann. Arbeitsmarkt. Anfang Februar betrug die Zahl der Arbeitslosen (meist Bauarbeiter) bloß 595. Die Exekutive hat um 2000 neue Zertifikate eingereicht, wovon bisher 950 bewilligt wurden (siehe Rubrik Wanderung). Die Streiks im Jahre 1929. Hierüber meldet die „Ziko": Im Jahre 1929 fanden in Palästina 45 Arbeiterstreiks aus wirtschaftlichen Gründen statt, an denen 679 Arbeiter beteiligt waren. Tel-Aviv hat die meisten Streiks aufzuweisen gehabt, nämlich 17 mit 278 Streikenden. In Haifa war die Zahl der Streiks und der Streikenden zwar geringer, aber durch den lang dauernden Streik in der Fabrik Pächter & Hofmann überstieg die Zahl der Streiktage die von Tel-Aviv. Die Zahl von 13 Streiks und 198 Streikenden in Haifa schließt auch 77 arabische Arbeiter in der Zigarettenfabrik „Mawruk" ein. In Jerusalem waren fünf Streiks und 150 Streikende, in Petach Tikwah neun mit 33 Streikenden zu verzeichnen. In Tel-Aviv endigten 15 Streiks günstig für die Arbeiter, in Haifa wurden neun, in Jerusalem nur zwei erfolgreich, resp. durch einen Ausgleich beendet.