Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 3 (März 1930)
- Article
- Ansiedlungen von Arbeitern in Tel-Mond [Nachricht]
- Date
- 1930-03-01
- Page
- Seite 102 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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vorläufig 50 Familien. Jede Familie erhält 5 Dunam und weitere 5 bleiben in Reserve- Mit Hilfe von Krediten der Palestine Economic Corporation werden Häuschen gebaut» Der Boden ist fast zu drei Vierteln für Orangen geeignet. Wiederbesiedlung von Ramatb Rachel. Dieser bei den Unruhen zerstörte Siedlungspunkt des Gdud bei Jerusalem wird durch den Hilfsfonds wieder aufgebaut. Die Regierung gestattet das Halten von Waffen. Hadariah. Dieser Siedlungspunkt bei Chedera, angelegt von den „Bnei Benjamin",, erstreckt sich bereits auf 900 Dunam. Einstein-Wald. Am 13. Februar (15. Sch'wat) wurden in Kirjath Anawim bei Jerusalem die ersten Bäume des Einstein-Waldes gepflanzt. Orangenpaekhaus in Rechowoth. Wie schon gemeldet, wird ein solches mit Aufwand von 3600 £ neben der Bahnstation errichtet und demnächst fertiggestellt sein. Der Orangenexport. Bis Anfang Februar betrug dieser zirka 1,600.000 Kistenr davon 1,100.000 nach England (Vorjahr 975.000 . Bekanntlich war das ein Mißerntejahr.) Die Preise sind wesentlich niedrigerer als im Vorjahr. Erst in letzter Zeit sind, sie wegen eines Boykotts gegen spanische Orangen gestiegen. Durch die billigen Preise haben die (meist arabischen) Händler hohe Verluste erlitten, indes die Pflanzer noch immer guten Verdienst haben, da sie zirka 20 £ pro Dunam erlösten. Die niedrigen Preise in England werden darauf zurckgeführt, daß die Orangen schlecht ankommen, da die Verstauung in den Schiffen, die nach England verkehren, eine ungeeignete sei; der Laderaum werde zu sehr angestopft. Vereinigung der Bauernparteien. Die „Allgemeine Bauernorganisation", die auch? arabische Arbeiter beschäftigt, und die „Organisation nationaler Bauern" haben sich* vereinigt. STÄDTE. Die Subventionen der Regierung. Das Regierungsbudget für 1930 veranschlagt 30.000 £ (gegen 60.000 im Vorjahr) für Zuschüsse an verschiedene Gemeindeverwaltungen (darunter 8000 für Jaffa). Für Tel-Aviv wurde nichts vorgesehen, die Deckung der Kosten des Polizeidienstes gilt als Subvention. Jerusalem. Abkommen jnit der englischen Elektrizitätsgesellschaft. In der letzten Sitzung der Stadtverwaltung Jerusalem wurde der Vertrag der Stadtverwaltung mit der englischen Elektrizitätsgesellschaft in Jerusalem bestätigt. Nach dem Vertrag werden 130 elektrische Bogenlampen an Stelle der früheren 80 Luxlampen (Petroleumgas) aufgestellt. Die Kosten für die Stadt belaufen sich nach dem Vertrag auf 2000 £, ebensoviel, wie; der frühere Unternehmer erhielt. Nach zehn Jahren wird das Beleuchtungsnetz Eigentum der Stadtverwaltung und damit eine Verbilligung der Beleuchtungskosten eintreten. Die Konzession der englischen Gesellschaft der „Jerusalem Electric & Public Service Cooperation", welche die Konzession von Mavromitis gekauft hatte, ist jetzt von der Regierung endgültig bestätigt worden. Tel-Aviv. Das Wahlrecht. „Dawar", die Tageszeitung der Arbeiterschaft, wendet sich dagegen, daß in Zukunft nach den Beschlüssen des Gemeinderates das Wahlrecht an einen Zensus (Steuerleistung von 400 Müs) geknüpft sein soll.