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Palästina · 1930-03-01 · Heft 3 (März 1930) · p. Seite 96

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Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 3 (März 1930)
Article
Die arabische Delegation [Nachricht]
Date
1930-03-01
Page
Seite 96 (sequence 1)
Language
German
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Nachrichten und Daten Abgeschlossen am 5. März 1950 POLITIK. Die arabische Delegation. Diese sollte am 20. Februar nach London fahren, hat aber ihre Abreise verschoben. Es verlautet, daß sie Schwierigkeiten in der Aufbringung der Mittel zur Deckung der Kosten der Reise habe. Die Gerichtsverhandlungen. Das Appellationsgericht hat das gegen den Juden Urphali aus Jaffa gefällte Todesurteil aufgehoben und eine neue Verhandlung anberaumt. Über den Freispruch der wegen des Mordes in Mozza angeklagten Araber berichteten wir in der Rundschau-Politik in Nr. 1/2. Dagegen wurde der jüdische Polizist Hinkis am 5. Februar in Jaffa zum Tode verurteilt. Die Anklage behauptete, er habe am 25. August, nachdem vier Juden bei Tel-Aviv ermordet worden waren, gemeinsam mit anderen Juden in einem arabischen Haus fünf Insassen getötet. Hinkis beteuerte seine vollkommene Unschuld. Die Berufsverhandlung hat das Urteil auf 15 Jahre Gefängnis geändert. — Das Gericht in Haifa verurteilte am 11. Februar neun Araber aus Safed wegen Ermordung eines Ehepaares zum Tode, das Berufungsgericht bestätigte das Urteil. — Das Jerusalemer Gericht fällte am 1. März gegen zwei Araber das Todesurteil. Der Attentäter auf Bentwich erhielt 15 Jahre Gefängnis. Wie verlautet, sollen alle Todesstrafen in 15 Jahre Zuchthaus umgewandelt werden. Die Sicherheit. Noch immer herrscht in Palästina nicht vollkommene Ruhe, da und dort fanden auch in der letzten Zeit Bedrohungen und Tätlichkeiten statt. Der Wächter der Kolonie Herzliah wurde von unbekannten Tätern schwer verletzt. Ein christliches Kloster in der Nähe Jerusalems wurde beschossen u. a. m. Neuer Kauf des katholischen Patriachats. Dieser betrifft ein Dorf in der Nähe von Dschenin, zirka 5000 Dunam. Angeblich will der Patriarch auf dem von ihm gekauften Boden Armenier ansiedeln. Verfolgungen wegen Preßvergehens. Ben Awi, der Herausgeber von Doar Hajom, ist wegen eines offenen Briefes an den Oberkommissär (über das seinerzeitige Verbot der Zeitung) verhaftet und gegen Stellung einer Kaution wieder freigelassen worden. — Die verantwortlichen Redakteure von „Dawar" und ,-Palestine Bulletin'^ wurden wegen Kritik der Gerichte zu Geldstrafen verurteilt. Die Schäden durch die Unruhen. Nach einer genauen Aufnahme durch die zionistische Kolonisationsabteilung haben 24 Siedlungen großen Schaden erlitten, in 14 anderen wurden Ernten verbrannt u. a. m. Getötet wurden in den Siedlungen: in Mozza 7, Ramar Rachel 1, Hulda 1, Ber Tovia 2, Ein Setim 3, Kfar Jeladim 1, zusammen 15 Personen. Außerdem wurden einige Personen verwundet. Der Sachschade wird mit 186.185 f bewertet. Die Frage der Kosten der Regierung anläßlich der Unruhen. In der Sitzung vom 24. Februar verlangte Dr. Shiels im Unterhaus einen Nachtragskredit von 124.000 £ für Palästina und Transjordanien. Die Gesamtkosten der Regierung bei den Unruhen betrug 99.000 £. Es sei noch nicht festgelegt, ob diese Kosten von der Palästinaadministration zu decken seien. ÖFFENTLICHE VERWALTUNG. Verlängerung der Amtsdauer der Stadträte. Eine Verordnung der „Official Gazette" bestimmt, daß die Amtsdauer der im Jahre 1926 auf drei Jahre gewählten Stadt-

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