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Palästina · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. Seite 70

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Article
Palestine Land Development Company Ltd. [Nachricht]
Date
1930-01-01
Page
Seite 70 (sequence 2)
Language
German
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Analysiert man die Bilanz, so zeigt sich gegenüber dem Status, der nach der Krise 1925/26 vorhanden war — damals machten die Passiven 430.000 £ aus — ein beideutender Fortschritt, ebenso gegen die Vorjahre. Das in der Gesellschaft arbeitende Kapital: Aktien, Obligationen, Reservefonds, nicht behobene Dividenden, angesammelter Gewinn, beträgt zirka 108.000 £. Die Vorschüsse für Bodenkäufe sind nur rechnungsmäßig Passiva; es bleiben also als Schulden solche auf gekaufte Böden (meist hypothesiert) 170.000 £, ferner 33.400 £ Kreditoren, zusammen 203.400 £. Demgegenüber stehen als Hauptposten 134.500 £ Schuldner für Bodenkäufe, die zusammen mit dem arbeitenden Kapital allein die Passiven decken. Dann bleiben als Aktivum noch 226.800 £ in Böden und Anzahlungen auf Böden. Es ist also der Stand der Gesellschaft sehr günstig. Der Liquiditätsgrad kann natürlich nach der Bilanz nicht beurteilt werden, weil die Termine der Rückzahlungen von Debitoren und Kreditoren nicht bekannt sind. Jedenfalls sind die Barmittel auf das knappste, der Reservefonds nur eine Bilanzpost. Es ist dies begreiflich, denn die P. L. D. C. muß die Gelegenheit günstiger Bodenanbote benützen, anderseits kann sie von den Käufern nicht volle Auszahlung verlangen. Sie immobilisiert sich daher leicht, und deshalb ist es nötig, daß ihr arbeitendes Kapital, Aktien und Pfandbriefe, vermehrt wird, daher der Beschluß, 5000 neue Aktien auszugeben. Auf dem XVI. Kongreß wurde bekanntlich empfohlen, das Aktienkapital zu verdoppeln. Es kann ruhig gesagt werden, daß das Geld dafür sicher ist. Anders steht es mit der Dividende. Die Einnahmen an Kommissionen usw., 3300 £, deckten 1928 bei weitem nicht die Spesen, was bei dem ausgewiesenen Umsatz: K. K. L. 52.736 £ und Private 23.594 £, zusammen 76.330 £, auch begreiflich ist. Die Spezifikation zeigt folgendes Bild: Verkauft 1928 aus eigenen Beständen Landwirtschaft!. Böden Städtische Böden Insgesamt Dunam £ Dunam £ £ An K.K.L. . . . 12.371 50.561 3.930 2.175 52.736 An Private ... 339 3.583 42.112 20.011 23.594 12.710 54.144 46.042 22.186 76.330 Da die Gesellschaft infolge der erhöhten Tätigkeit stärkere Aufträge erhielt, werden sich die Einnahmen an Provisionen wieder erhöhen. Jedoch können sie allein die Spesen nicht decken, es müssen noch Gewinne aus dem Verkauf eigener Böden hinzukommen. Wie aus den Mitteilungen in dieser Nummer hervorgeht, war das Jahr 1929 ein solches größerer Umsätze der Gesellschaft. An Kuschanen wurden von 1928 und zehn Monaten 1929 auf Böden im Werte von 181.061 £ erteilt. Die Generalversammlung wählte die bisherigen Direktoren J. L. Goldberg, Dr. Ruppin, Dr. Thon, J. Hankin, Ch. S. Passmann wieder, und neu Dr. E. Strauß (München). J. Feuerring (Berlin), Dr. J. Rufeisen (Mährisch-Ostrau).

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